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Momentaufnahmen

Länder: Afghanistan, Brasilien, Israel, Südkorea, Südsudan, Spanien, Ukraine

Tags: Fotografie

Es sind Augenblicke, die verewigt werden. Momente, in denen die Zeit stillsteht. Und manchmal sind es Aufnahmen, die eine Generation prägen. ARTE Info blickt in Bildern auf die vergangene Woche zurück.

05.07

 

 

In der spanischen Stadt Sabucedo ringen so genannte "Aloitadores" (Kämpfer) mit einem wilden Pferd. Das ist Teil der "Rapa Das Bestas" (Scheren der Tiere), eines 400 Jahre alten Spektakels in der Stadt im Nordwesten Spaniens, rund 40 Kilometer von Santiago de Compostela entfernt. Hunderte wilder Pferde werden eingefangen, geschoren und gestriegelt.

Miguel Riopa / AFP

 

 

05.07

 

 

Martha Nyarueni (zweite von links) und ihre Familie vor ihrem Haus in der Stadt Leer im Südsudan. Im Januar war sie mit ihren 5 Kindern in den Busch geflohen. Bei ihrer Rückkehr war alles zerstört. Das rote Kreuz hat jetzt in Leer 40 Tonnen Notrationen für die Menschen abgeworfen. Denn rund ein Fünftel der Bevölkerung ist auf der Flucht, die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungersnot im Land.

Der Südsudan feiert den dritten Jahrestag seiner Unabhängigkeit vom Sudan. Doch der jüngste Staat der Erde steckt immer noch im Bürgerkrieg mit dem Norden.

Nichole Sobecki / AFP

 

 

 

06.07

 

 

Pakistan: Anhänger der Oppositionspartei Muttahidda Qaumi zeigen der pakistanischen Armee ihre Unterstützung. Mitte Juni hat die Armee in Nord-Waziristan eine Offensive gegen die Taliban gestartet.  Das Ziel: Die Terroristen zu vertreiben, die sich dort verschanzen. Die Region gilt seit Jahren als Rückzugsgebiet der pakistanischen Taliban und von Al-Kaida-Kämpfern. Die Armee gibt an, 400 Rebellen getötet zu haben.

Asif Hassan / AFP

 

 

07.07

 

 

In der Sporthalle von Jindo in Südkorea warten 11 Familien immer noch auf Nachrichten über das Schicksal ihrer Angehörigen. Kwon Oh-Bok zeigt das T-Shirt seines sechsjährigen Neffen, über dessen Schicksal er immer noch nichts weiß. Unterdessen suchen Taucher weiter unter schwierigen Bedingungen im Wrack nach Leichen der Opfer. 

Nach dem Fährunglück im April konnten 172 Menschen gerettet werden, seitdem wurden 293 Leichen geborgen.

Ed Jones / AFP

 

 

 

08.07

 

 

Bestürzung in Brasilien: Die „seleçao“, die brasilianische Nationalmannschaft, erleidet eine vernichtende Niederlage gegen die deutsche Elf: 1:7. In der Stadt Recife verfolgt ein Mann in einer Bar das Spiel – und die Enttäuschung der Fans. Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari nahm kein Blatt vor den Mund: Es sei „die schlimmste Niederlage aller Zeiten“, bat er seine Landsleute um Entschuldigung. Laut dem Magazin Rolling Stone geben viele Brasilianer aber Mick Jagger die Schuld: Wann immer er sich für ein Team ausgesprochen hatte, verlor diese Mannschaft.

Gabriel Cabral / Flickr

 

 

 

09.07

 

 

Ein Bewohner im Hof der blauen Moschee in Mazar-i-Sharif nach Sonnenuntergang. Dort hat – wie in der gesamten arabischen Welt – der Ramadan begonnen. Während des Fastenmonats, an dem laut Überlieferung der Koran herabgesandt wurde, dürfen die gläubigen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen, trinken, rauchen - oder anderen Vergnügnungen nachgehen.

Farshad Usyan / AFP

 

 

 

10.07

 

 

Ostukraine, 20 Kilometer vor Donetsk: Soldaten der ukrainischen Regierung beziehen Stellung in einem Sonnenblumenfeld. Der idyllische Eindruck, der vielleicht an das Antikriegs-Foto von Marc Riboud erinnert, trügt: Die Soldaten sind Teil einer langen Kolonne, die auf die von pro-russischen Truppen besetzten Städte Donetsk und Lugansk vorrückt. Das Immenministerium sprach von einem "Total-Angriff".

Dominique Faget / AFP

 

 

 

11.07

 

 

Gaza-Stadt: Ein zerstörtes Wohnzimmer nach Luftangriffen der israelischen Armee. Die "Operation Protective Edge" hat bisher 100 Palästinenser getötet und hunderte im Gazastreifen verletzt. Als Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen bombardiert die israelische Luftwaffe seit Dienstag nahezu ununterbrochen den schmalen Küstenstreifen am Mittelmeer. Die USA warnten vor einer Eskalation und boten an, zu vermitteln.

Mustafa Hassona / AFP

 

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016