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Mehr als 247 Tote bei Erdbeben in Zentralitalien

Länder: Italien

Tags: Erdbeben

Nach dem Erdbeben im Zentrum Italiens steigt die Opferzahl weiter an. Bei dem Beben der Stärke 6,2 sollen mindestens 247 Menschen ums Leben gekommen sein. Diese Bilanz gab der Zivilschutz am Donnerstagmorgen in Rom bekannt. 

Der Zivilschutz musste im Laufe des gestrigen Tages immer wieder die Zahl der Todesopfer nach oben korrigieren. Mehr als 53 Menschen kamen allein in den Orten Amatrice und Accumoli ums Leben. 20 weitere starben in der Gemeinde Arquata in den Marken. Die Zahl der Verletzten war bis zum Mittwochnachmittag nicht klar. Die Rede war von mehreren Hundert, wobei der Grad der Verletzungen unklar war.

Auch tagsüber kam die Erde nicht zur Ruhe, rund 200 Nachbeben versetzten die Menschen in der Region nordöstlich der Hauptstadt Rom immer wieder in Angst und Schrecken. Viele haben alles verloren. Ganze Dörfer seien zerstört worden. "Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr", sagte der Bürgermeister der 2.600-Einwohner-Gemeinde Amatrice Sergio Pirozzi nach dem Beben dem Sender RaiNews24. Regierungschef Matteo Renzi sagte der Region jegliche Unterstützung zu: "Wir lassen niemanden alleine."

Für Hunderte Menschen ohne Dach über dem Kopf wurden Zelte aufgebaut, am frühen Mittwochabend stand eine erste Zeltstadt für gut 200 Obdachlose in Accumoli. Hunderte Menschen sollen zudem in Sporthallen unterkommen. Im Sportzentrum von Amatrice wurden Liegen aufgestellt. 

Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder von Erdbeben erschüttert. 2009 hatte ein Beben die mittelitalienische Stadt L'Aquila unweit der jetzigen Erdbebenregion verwüstet, mehr als 300 Menschen starben. 

 

Italien wird immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht. Ein Überblick: 

Zuletzt geändert am 25. August 2016