Mein Vater, ein Held!

Länder: Norwegen, Spanien, Großbritannien

Tags: Eltern, Kinder, Väter, neue Väter

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.“ Das behauptete zumindest Wilhelm Busch vor etwa 140 Jahren. Aber ist Vatersein wirklich so schwer? Und wie hat sich die Vaterrolle seitdem verändert?

Yourope hat sich in dieser Mission in Europa umgesehen, und siehe da: Wer statt Goldesel und Wochenendgast auch Erziehungsperson sein will, hat es ganz manchmal gar nicht leicht – vor allem, wenn es mit der Liebe vorbei ist. Von Supermännern, Hausvätern und Regenbogenfamilen.

Samstag, 15. November

14:00

Yourope

Väter in Europa - werden sie überhaupt noch gebraucht?

Seien wir ehrlich: Trotz Diskussion um die Einführung einer Frauenquote innerhalb der EU sitzen die Männer in vielen Ländern Europas beruflich und finanziell immer noch am längeren Hebel : Sie verdienen mehr Geld als Frauen, bekleiden mehr Führungspositionen und müssen sich auch nicht irgendwann die Frage stellen, ob sie Karriere oder Kind wollen. Wenn es allerdings um die Erziehung geht, sieht das Ganze anders aus. Oft müssen Väter jahrelang um das Sorgerecht ihrer Kinder kämpfen. Aber auch in intakten Beziehungen ist es oft nicht leicht: Was passiert eigentlich, wenn ein Mann in den Mutterschutz will? Und wie erfüllen sich schwule Paare ihren  Kinderwunsch?

 

Yourope ZDF 20 trailer

 

Überblick :

 

In England kämpfen Väter in Superman-Kostümen um das Sorgerecht – in einem Land, in dem es per Gesetz eigentlich gleichmäßig auf Vater und Mutter verteilt ist.

Von Norwegens Vätern verlangt das Gesetz etwas ganz anderes: Sie sollen ihre Frauen entlasten und sich gefälligst auch um das Kind kümmern. Aber wie bekommen sie Familie und Beruf dann unter einen Hut?

Ausgerechnet im katholischen Spanien sind sie ein gewohntes Bild: schwule Papas und ihre Kinder. Wie kommen sie zu ihren Kindern und wie ist es, mit zwei Vätern aufzuwachsen? Yourope ist in den Süden geflogen und hat ein paar Regenbogenfamilien besucht.

 

Englische Supermänner kämpfen um ihre Kinder

 

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Der „Protest Dad“ in seinem Wohnzimmer. Im Namen des Sorgerechts ist er schon auf einige Gebäude geklettert.

 

Im englischen „Children Act“ liest es sich zunächst recht fortschrittlich: Steht der Name des Vaters in der Geburtsurkunde des Kindes, hat er die gleichen Rechte wie die Mutter, auch nach einer Trennung. Theoretisch. In der Praxis werden aber etlichen Vätern ihre Kinder entzogen. Behauptet eine Frau, ihr Verflossener sei einmal gewalttätig gewesen, reicht das für die Justiz häufig schon aus – überprüft werden die Anschuldigungen nur selten.

Wer vor Gericht nicht auf Gehör stößt, muss es sich eben anders schaffen: Als Superman verkleidet kletterte der „Protest Dad“ Jonathan Stanesby jahrelang auf Gebäude. Ob er deshalb seine Tochter wiedersehen durfte? Yourope ist nach England gefahren und hat ihm einen Besuch abgestattet.

Norwegen – das Väterparadies?

 

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Papa mit Kind in der Krabbelgruppe – in Norwegen ist das kein seltenes Bild.

 

Mutterschaftsurlaub? Das ist ja so Achtziger! In Norwegen gehört es schon seit 21 Jahren zur Pflicht des Mannes, sich mindestens zehn Wochen Zeit für sein Neugeborenes zu nehmen. Bezahlt, versteht sich. Kein Wunder also, dass bis zu 90 Prozent der Männer Elternzeit nehmen - ganz zur Freude ihrer Gattinnen. Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommen die Vollzeit-Väter deshalb nicht – dass ein Mann sich Zeit für seine Kinder nimmt, wird gern gesehen. Vorblildlich skandinavisch wird dabei so ganz nebenher noch die Gender-Gleichheit gesichert. Auch in den Nachbarländern sind Väter mit Kinderwagen kein ungewohntes Bild -– in Schweden scherzt man sogar schon über die „Latte-Pappas“, die sich mitsamt Nachwuchs zum Mittagsklatsch verabreden.

Wie ist das Leben als Vater in der klassischen Mutterrolle? Yourope war in Norwegen und hat Männer in Elternzeit besucht.

 

Väterrechte in Europa:
Yourope ZDF 20  faktencheck

 

Aufwachsen mit zwei Papas – schwule Väter in Spanien

 

Papa + Papa + Kind = Familie? In Spanien ist das keine Seltenheit mehr. Seit dort das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare erlaubt ist, gibt es immer mehr sogenannte Regenbogenfamilien. Knapp 80.000 Kinder, so wird geschätzt, wachsen in Spanien bei homosexuellen Eltern auf. Damit ist das katholisch geprägte und konservativ regierte Land ziemlich weit vorne, was die Rechte homosexueller Paare angeht.  In Deutschland z.B. dürfen diese nicht gemeinsam ein Kind adoptieren. Aber welche Möglichkeiten haben schwule Paare, wenn sie sich ein leibliches Kind wünschen? Und was bedeutet es für Kinder mit zwei Papas aufzuwachsen? Sind schwule Väter gar die besseren Eltern? Yourope hat „Zwei-Papas-Familien“ besucht und nachgehakt.

Unsere Reportage aus Spanien:

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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016