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Mehr Unabhängigkeit für Taiwan

Länder: Taiwan

Tags: Opposition, Platz des Himmlischen Friedens

In Taiwan wurde heute gewählt und damit eine echte Wende eingeleitet, denn die Oppositionskandidatin Tsai Ing-wen von der Fortschrittspartei gewann mit großem Vorsprung die Wahl. Damit wird die 59-jährige Juraprofessorin die erste Präsidentin der demokratischen Inselrepublik. Ihr Herausforderer Eric Chu von der bisher regierenden Kuomintang gestand seine Niederlage ein, während Tsai Ing-wen in der Auszählung mit deutlich mehr als 50 Prozent führte. Ihre Anhänger feierten den Sieg mit großem Jubel und Feuerwerk. Nach acht Jahren der Annäherung an China erlebt Taiwan nun eine historische Wende, die zu Spannungen mit China führen könnte.

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Denn Tsai Ing-wen lehnt jede Annäherung an die Volksrepublik China ab, die Taiwan als abtrünniges Gebiet betrachtet. Taiwan muss sich mehr für seine Unabhängigkeit stark machen. Diese Meinung teilen zwei Männer, die der KP ein Dorn im Auge sind und zu den meist gesuchtesten Männern in China gehören: die politischen Anführer der Protestbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens von 1989. Baptiste Fallevos hat sie im Wahlkampf getroffen.

Taiwan : portrait croisé de deux opposants au régime chinois

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016