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Mehr Kinder für Ungarn

Länder: Ungarn

Tags: Geburtenrate, Viktor Orban

In Ungarn verpassen Viktor Orbán und seine konservative Regierung keine Gelegenheit, ihre Popularität noch weiter zu festigen. Um auch die Sympathie der ungarischen Familien für sich zu gewinnen, unterstützt der ungarische Staatschef nun Familien mit mindestens drei Kindern. Er zahlt ihnen und auch jenen, die sich dazu bereit erklären, in den nächsten zehn Jahren noch ein drittes Kind zu zeugen, 32.000 Euro. Wenn sie das Geld dann in einen Hausbau investieren, erhalten sie im Gegenzug ein zinsgünstiges Darlehen ebenfalls in Höhe von 32.000 Euro.

Dahinter steckt der Plan, die Geburtenrate wieder anzukurbeln, denn die ungarische Bevölkerung schwindet zusehends. Aber die finanziellen Hilfsgelder erhält nur, wer einen festen Job hat. Die ärmeren Bevölkerungsschichten sind davon automatisch ausgeschlossen, wie beispielsweise die Sinti und Roma. Was im ersten Moment lukrativ und sozial erscheint, ist in Wirklichkeit wieder ein Beweis dafür, dass Orbán eine politische Linie verfolgt, die auf Ungleichheit und Nationalismus basiert. Antoine Mouteau hat eine Familie getroffen, die von den 32.000 profitiert.

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Hongrie : la politique nataliste de Viktor Orban

 

Zuletzt geändert am 16. Juni 2016