Maxim Leo zu Gast bei Thema

Länder: Deutschland

Tags: Mauerfall, Wiedervereinigung

Sein Vater war 19 Jahre alt, als die Berliner Mauer gebaut wurde, Maxim Leo selbst erlebte den Mauerfall als 19-Jähriger. Er wurde in Ostdeutschland geboren und wuchs mit dem Glauben seiner Mutter an die DDR-Regierung und dem Misstrauen seines Vaters gegenüber demselben politischen System auf.

Heute ist Maxim Leo Schriftsteller, Filmautor und Journalist für die Berliner Zeitung. In seinem autobiografischen Debütroman “Haltet euer Herz bereit – eine ostdeutsche Familiengeschichte” setzt er sich mit der DDR auseinander. Andrea Fies hat ihn zu seinen persönlichen Eindrücken bezüglich des Mauerfalls befragt:

 
Maxim Leo, in ihrer ostdeutschen Familienchronik „Haltet Euer Herz bereit“, schreiben Sie, Sie wurden durch den Mauerfall zu einem Mann aus einem Land, das es plötzlich nicht mehr gab.... Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

 

Ein Mann aus einem Land, das es plötzlich nicht mehr gab...
Auch Ihr aktuelles Buch, der Kriminalroman "Waidmannstod", spielt zwischen West und Ost und im Zentrum steht ein Kommissar, der sich nach seiner Rückkehr in die ostdeutsche Heimat mit schwierigen Fragen konfrontiert sieht...

 

Das aktuelle Buch

Maxim Leo wurde 1970 in Ost-Berlin geboren. Sein Abitur absolvierte er 1990 an der Volkshochschule Treptow – vorher hatte er bereits eine Ausbildung zum Chemielaboranten abgelegt. Bis 1995 studierte Leo Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und am Institut d’Etudes Politiques de Paris, anschließend begann er seine Arbeit als Journalist für die Berliner Zeitung. Maxim Leo wurde 2006 mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt er für seine Autobiographie « Haltet euer Herz bereit » den Europäischen Buchpreis. Mit seinem Kollegen Jochen-Martin Gutsch verfasste er zwei Bücher. Beide veröffentlichen zusammen eine regelmäßige Kolumne in der Berliner Zeitung über das Leben als Mann. Sein neuer Kriminalroman "Waidmannstod" ist im September 2014 im Verlag Kiepenheuer und Witsch erschienen.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016