|

Frankreichs neue Regierung steht

Länder: Frankreich

Tags: Regierung

Elf Männer, elf Frauen: Frankreichs neue Regierung steht. Nach der Ernennung am Montag des Konservativen Edouard Philippe zum Premierminister wurden nun die Namen seiner Regierung bekannt gegeben.

Europa- und Außenminister wird der bisherige Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian von den Sozialisten. Das Wirtschaftsressort übernimmt der Konservative Bruno Le Maire, der enge Beziehungen zu Deutschland hat und gut Deutsch spricht - ebenso wie die liberale Europaabgeordnete Sylvie Goulard, die Armeeministerin wird. Das Innenministerium, das nach der Terrorserie der vergangenen Jahre großes Gewicht hat, übernimmt Gérard Collomb. Der Senator und Bürgermeister von Lyon ist einer von Macrons Unterstützern der ersten Stunde.

Zu ihrer ersten Kabinettssitzung kommt die neue Regierung am Donnerstag zusammen.

Finden Sie hier die vollständige Liste der Minister und Staatssekretäre: 

- Gérard Collomb, Innenminister. 

- Nicolas Hulot, Minister für den ökologischen und solidarischen Wandel. 

- François Bayrou, Justizminister

- Sylvie Goulart, Armeeministerin

- Jean-Yves Le Drian, Europa- und Außenminister

- Richard Ferrand, Minister für den Zusammenhalt der Territorien

- Bruno Le Maire, Wirtschaftsminister

- Laura Flessel, Sportministerin

- Marielle de Sarnez, stellvertretende Ministerin für europäische Angelegenheiten

- Gérald Darmanin, Finanzminister

- Agnès Buzyn, Gesundheitsministerin

- Françoise Nyssen, Ministerin für Kultur

- Jean-Michel Blanquer, Bildungsminister

- Jacques Mézard, Agrarminister

- Annick Girardin, Ministerin für die Überseegebiete

- Elisabeth Borne, Verkehrsministerin

- Muriel Penicaud, Arbeitsministerin

- Frédérique Vidal, Ministerin für das Hochschulwesen, Forschung und Innovation

- Christophe Castaner, Staatssekretär für die Beziehung mit dem Parlament und Regierungssprecher

Marlène Schiappa, Staatssekretärin für die Gleichberechtigung

Sophie Cluzel,Staatssekretärin für Personen mit Behinderung 

Mounir Mahjoubi, Staatssekretär für Digitales 

 

Ursprünglich sollte Macron die Minister bereits am Dienstag ernennen, dies war jedoch kurzfristig verschoben worden. Als Begründung hatte der Élyséepalast angegeben, dass zunächst noch die Finanzen der Minister und mögliche Interessenkonflikte geprüft werden sollten.

Frankreichs neuer Präsident, der sozialliberale Emmanuel Macron, hatte am Sonntag sein Amt angetreten. Er erklärte, das traditionelle Links-Rechts-Schema der französischen Politik durchbrechen und eine Regierung mit Politikern aus mehreren Lagern bilden zu wollen. Durch die Einbindung moderater Konservativer setzt er das bürgerliche Lager vor den entscheidenden Parlamentswahlen im Juni weiter unter Druck.

 

Zuletzt geändert am 17. Mai 2017