Mach's gut, Papa Wemba!

Länder: Elfenbeinküste

Tags: Papa Wemba, Rumba

Er war der König des Rumba-Rock und gehörte in Afrika zu den populärsten Stars: der kongolesische Sänger Papa Wemba. Im Alter von 66 Jahren ist er nun gestorben. Er war zu einem Musikfestival an die Elfenbeinküste in die Stadt Abidja gereist . Örtliche Medien gaben bekannt, dass er sich während eines Auftrittes bei einem Musikfestival plötzlich unwohl gefühlt habe und auf der Bühne zusammengebrochen sei. Kurze Zeit später sei der Musikstar gestorben. Freunde, Kollegen und Fans würdigten ihn auf sozialen Netzwerken. "Der Klang deiner Stimme war ein Gottesgeschenk, nicht nur für das kongolesische Volk, sondern für die ganze Welt ... Mach's gut, Papa Wemba", sagte der kongolesische Abgeordnete Zoe Kabila auf Twitter.

Im September 2010 traf ARTE Reportage Papa Wemba für die Webdoku "Afrika: 50 Jahre Unabhängigkeit". Im Interview spricht er über die Unabhängigkeit des Kongos, die Zukunft seines Kontinents und über den Ursprung der Sapeurs. 


Jules Shungu Wembadio Pene Kikumba erblickte 1949 das Licht der Welt und mit 66 Jahren konnte er auf fast fünf Jahrzehnte Karriere zurückblicken. Weltweite Bekanntheit erlangte er vor allem als König der kongolesischen Rumba. mit Hits wie "Maria Valencia» und "Yolele". Als Mentor förderte der Sänger zudem die Karrieren von Künstlern wie Koffi Olomide oder King Kester Emeneya. Durch seine Zusammenarbeit mit dem britischen Sänger und Genesis-Frontmann Peter Gabriel wurde seine Musik auch außerhalb Afrikas bekannt.

Mit seinem extravaganten Kleidungsstil inspirierte er auch die kongolesischen Sapeurs - eine Bewegung junger Männer, die sich gern als modisch und individuell präsentieren. Einige seiner Kleidungsstücke versteigerte Papa Wemba 2011 für den Bau von Schulen und Kinderheimen in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa.

Anfang der 2000er Jahre musste Papa Wemba eine kurze Haftstrafe in Frankreich verbüßen, weil er kongolesischen Migranten geholfen hatte, ins Land zu kommen.

 

"Ufukutanu", Ausschnitte von Viva la Musica & Papa Memba:

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016