Libanon: Der Schatz aus Syrien

ARTE Reportage - Samstag, 30. Juni 2018 - 16:40

Länder: Libanon

Tags: biologischen Vielfalt, Saatgut, Nordpol

Wie Wissenschaftler aus Syrien über 140 000 Saatgut-Varianten vor dem Krieg retteten und an den Nordpol brachten…

Liban / Norvège: Graines de guerre
Libanon: Der Schatz aus Syrien Wie Wissenschaftler aus Syrien über 140 000 Saatgut-Varianten vor dem Krieg retteten und an den Nordpol brachten… Libanon: Der Schatz aus Syrien

Ali Shehadeh floh vor dem Krieg in seiner Heimatstadt Aleppo, als die Armee begann, sein Lebenswerk zu zerstören – die Genbank mit über 140 000 Saatgut-Varianten des ICARDA, des Internationalen Forschungszentrums für die Landwirtschaft in Trockenzonen: Dieses Saatgut zählt nicht nur zum Erbe der Menschheit, die vielen Varianten bieten auch die Möglichkeit, dem Klimawandel künftig zu trotzen. Als die Armee anrückte, retteten die Wissenschaftler um Ali Shehadeh trotz Beschuss und Bomben den größten Teil ihres Schatzes und schickten ihn an den Nordpol in den „Weltweiten Saatgut-Tresor“ auf Svalbard. Dort liegt die genetische Vielfalt der landwirtschaftlichen Saaten der Erde seit Jahren sicher unterm Eis – als Reserve für künftige Notzeiten. Inzwischen haben die Wissenschaftler aus Syrien einen Teil dieser Reserve im Libanon und in Marokko angepflanzt, um die Sammlung im Exil wieder neu zu vermehren, auch für kommende Friedenszeiten in Syrien.

von Sébastien Mesquida, Marc Ghostine und Julien Dubois – ARTE GEIE / What’s Up Productions – Frankreich 2018

Zuletzt geändert am 29. Juni 2018