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Kurden-Institut droht das Aus

Länder: Frankreich

Tags: Kurden, Finanzen, Paris

Während sich die Welt um das Schicksal der Kurden in der syrischen Stadt Kobané sorgt, sich über die Zerstörung des kulturellen kurdischen Erbes in Syrien und im Irak empört und die Erfolge der Peshmerga lobt, droht dem kurdischen Institut in Paris das Aus. Der Grund dafür: dem französischen Staat mangelt es an Geld. 1983 wurde das Institut noch unter der Mitterand-Regierung gegründet, genau zu dem Zeitpunkt als infolge des Iran-Irak Kriegs eine kurdische Flüchtlingswelle Frankreich überschwappte. Das laizistische und unparteiische Institut organisiert seit 30 Jahren Konferenzen, Ausstellungen, Sprachkurse und hat lange Zeit auch die Rolle einer halb-offiziellen Botschaft eingenommen, die den Dialog zwischen den kurdischen Autoritäten und den französischen Behörden vereinfacht hat. Gleichzeitig hat sich das kurdische Institut auch darum gekümmert, die kurdische Gemeinschaft in die französische Gesellschaft zu integrieren, denn immerhin leben derzeit 250 000 Kurden in Frankreich

Institut kurde de Paris : menacé de fermeture

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016