Kuba: Warten auf morgen

Länder: Kuba

Tags: Barack Obama, Embargo, Kuba

Für die Kubaner ist der Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama das Ereignis des Jahrhunderts und das wichtigste Symbol der neuen Annäherung zwischen den beiden Ländern. Doch der Weg ist noch lang zu einer Normalisierung der Beziehungen, denn das amerikanische Embargo gegen die Karibikinsel ist bis heute nur gelockert und noch nicht aufgehoben. Unsere Reporter waren in Kuba, um über die neuen Hoffnungen und Zweifel der Kubaner zu berichten.

Cuba : En Attendant Demain

 

Obama in Kuba: ein historischer Besuch

Das Dossier von ARTE Info

Vor einem Jahr im Februar überraschte Barack Obama die ganze Welt mit der Ankündigung, er wolle als erster amerikanischer Präsident seit 88 Jahren Kuba besuchen. Für die Kubaner, vor allem für die, die in bescheidenen Verhältnissen leben, wie etwa Arturo und Zoé, ist Obamas Besuch Anlass zu großen Hoffnungen: Sie wünschen sich ein Ende des Embargos, auch damit sie in die USA reisen und studieren können. Die Unternehmer hoffen auf ein Ende der kubanischen Planwirtschaft und auf Investoren aus dem Ausland. Im Gefolge Barack Obamas beim Staatsbesuch fand sich eine beeindruckende Zahl von Geschäftsleuten aller Couleur, die nur darauf brennen, einen Markt zu erobern, in dem noch vieles brach liegt: Tourismus, Infrastruktur, Dienstleistung. Und die kubanischen Intellektuellen und die Presse hoffen auf Meinungsfreiheit.

 

Dieser historische Besuch ist ein Markstein auf dem Weg der Normalisierung, die ersten Schritte dahin gingen Obama und Castro schon vor zwei Jahren. Ein Ende des Embargos aber ist zurzeit noch nicht in Sicht, denn dazu braucht Obama die Zustimmung des amerikanischen Parlaments – dort haben allerdings die Republikaner die Mehrheit.

 

Eine Reportage von Sébastien MESQUIDA und Yann LE GLEAU – ARTE GEIE / What’s Up Productions – Frankreich  2016

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016