Kuba: Die allerletzte Flucht

ARTE Reportage - Samstag, 18. Februar 2017 - 16:55

Länder: Kuba

Tags: Migrationspolitik, Illegale Einwanderung

Unsere Reporter waren dabei, als eine Handvoll Kubaner in aller Heimlichkeit ein Boot baute, um übers Meer in Richtung USA zu fliehen.

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Kuba: Die allerletzte Flucht Ziel war es, trockenen Fußes in den USA an Land zu kommen, dann gab es Asyl - das hat sich nun geändert. Kuba: Die allerletzte Flucht

 

Man nennt sie "Balseros", wörtlich übersetzt etwa "Bootsmänner" - sie riskieren ihre Leben für ihre Freiheit und den Traum, in die USA auszuwandern. Dazu bauen sie selber Boote, um das Meer zu überqueren. Das Allerwichtigste ist, in den USA die eignen Füße an Land zu setzen. Denn lange Jahre galt welt-exklusiv für Kubaner die sogenannte "dry feet, wet feet" Politik. Aufgefischt auf dem Meer wurden sie in ihre Heimat zurückgeschickt, einmal an Land erhielten sie Asyl in den USA.

Seit aber Kuba und die USA vor zwei Jahren unter Obama begannen, sich diplomatisch wieder anzunähern, fürchteten die  künftigen "Balseros" um ihre Möglichkeiten, von der "dry foot, wet foot" Politik noch profitieren zu können. Unseren Reportern ist es gelungen, das Vertrauen einer Gruppe Kubaner zu gewinnen, die sich noch schnell aufmachen wollte, bevor die Obama-Regierung die Sonderregel für Kubaner annullierte.    

 

von Manon Heurtel, Alex Gohari, David Muntaner und Victoria Logan  –  ARTE GEIE / Babel Press – Frankreich 2017

Zuletzt geändert am 3. März 2017