Ban Ki-moon handelt politischen Dialog aus

23. Februar 2016

Burundis Präsident Pierre Nkurunziza will einen Dialog mit der Opposition starten. Das hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon nach einem Gespräch mit dem Staatschef in Bujumbura bekannt gegeben. Am Vorabend hatte Ban mit Vertretern von sowohl Oppositionsparteien als auch der Regierungspartei CNDD-FDD gesprochen. Unklar bleibt nun, wer zu den Gesprächen eingeladen wird.  

Das zentralafrikanische Land steckt seit April 2015 in einer tiefen politischen Krise. Zu diesem Zeitpunkt hatte Präsident Nkurunziza angekündigt, eine verfassungswidrige dritte Amtszeit anzustreben. Seither dreht die Gewaltspirale in Burundi unaufhörlich. Der Konflikt hat bislang über 400 Menschenleben gefordert. Mehr als 240.000 Menschen sind in die Nachbarländer geflüchtet. 

Finden Sie in unserem Dossier Analysen, Interviews und Reportagen zu dem politischen Konflikt. 

Pierre Nkurunziza mit dem Rücken zur Wand

Droht ein Bürgerkrieg in Burundi? Wie bewerkstelligt es Präsident Pierre Nkurunziza, an der Macht zu bleiben? Burundi-Experte Phil Clark liefert Antworten.  

Burundi

Ein Jahr Krise - wie geht es Burundi heute?

Nachdem sich Präsident Nkurunziza unter Verstoß gegen die Verfassung zum dritten Mal in das Amt wählen ließ, steckt Burundi in einer tiefen Krise.

Internationales

Die Spuren der Repression

In ihrem Kampf gegen den Aufstand geht die burundische Regierung vor allem gegen junge Menschen aus den aufrührerischen Vierteln gewaltsam vor.  

Die Angst im Nacken der UNO

Die Hass-Rhetorik des burundischen Regimes erinnert die UNO an ihr Versagen 1994 in Ruanda. Sie wird daher ihre Präsenz in Burundi erhöhen.

ARTE Reportage
Anschlag auf die Demokratie

Als die Generäle putschten, waren unsere Reporter bereits seit ein paar Tagen dabei, die Proteste gegen das Machtstreben des amtierenden Präsidenten Pierre Nkurunziza zu filmen… 

Die Angst vor der großen Eskalation

Die Präsidentenwahl in Burundi ist für eine ganze Region wegweisend. Die gewaltsamen Konflikte könnten sich durch die Wahl zuspitzen und leicht auf die Nachbarländer überschwappen.

"Ich bin nicht der einzige, der bedroht wird"

Der burundische Journalist Bob Rugurika spricht im Interview über die Bedrohung der unabhängigen Medien durch Burundis Machthaber.

Machtmensch Pierre Nkurunziza

In Burundi herrscht seit gestern Ausnahmezustand: Oppositionelle liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei, die Armee schaut zu. Auslöser der Krise ist Präsident Nkurunziza – wir haben seinen Werdegang für Sie zusammengefasst.       

Die Medien – Zielscheibe der Regierung

Präsident Nkurunziza verschärft sein Vorgehen gegen unabhängige Journalisten. Mehrere Medien wurden heute von Polizisten geschlossen. 

Das Trauma des Bürgerkriegs

Gerade mal zehn Jahre herrscht Frieden in Burundi. Erst 2005, mit dem Antritt des amtieren Präsidenten Pierre Nkurunziza, kehrte Frieden in das ostafrikanische Land ein. Doch der Frieden bröckelt. Und Burundis Geschichte könnte das Land bald wieder einholen. Ein Abriss.