Kosovo, zehn Jahre danach

15. Februar 2018

Am 17. Februar 2008 hat der Kosovo nach über acht Jahren unter UNO-Verwaltung seine Eigenstaatlichkeit ausgerufen. Damit wurde die endgültige Abspaltung von Serbien vollzogen. Doch die Unabhängigkeit gleicht einer Fassade: Das Nachbarland Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Nachbarn bis heute nicht an. 2013 haben Serbien und Kosovo ein Normalisierungsabkommen unterzeichnet, welches einen halbautonomen Status des Nordkosovos vorsieht, wo hauptsächlich Kosovo-Serben leben. Die Umsetzung des Abkommens ist bis heute nicht erreicht und eine Lösung für den Nordkosovo steht nicht in Aussicht. Nach dem Mord am kosovarisch-serbischen Politiker Oliver Ivanovic sind die Beziehungen auf einem Tiefpunkt angelangt.

Die angespannte Situation zeigt, dass die Wunden des Krieges längst nicht verheilt sind. Serben und Kosovaren beäugen sich noch immer mit Argwohn. Eine Erneuerung der politischen Machthaber könnte frischen Wind in die Beziehung der beiden Nachbarn bringen, doch noch immer halten in Pristina ehemalige Kommandanten der kosovarischen Befreiungsarmee UCK die politische Macht in den Händen. Im Herbst wird das Kosovo-Tribunal in Den Haag die ersten Anklagen gegen UCK-Kader wegen Kriegsverbrechen aussenden. Das Parlament in Pristina will die Autorität des Sondergerichts für nichtig erklären.

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