Kongo: Frauen unter Waffen

Länder: Demokratische Republik Kongo

Tags: Frauen, Soldatin, Rebellen

Die Frauen in Nord-Kivu müssen sich entscheiden: Opfer zu werden oder Täter – Opfer im Bürgerkrieg, in dem das Vergewaltigen von Frauen eine Kriegstaktik ist oder Täter, als Soldatin oder Rebellin, wehrhaft mit einer Waffe in der Hand.

Les nouvelles amazones du Congo

Auf 500 000 schätzt man die Zahl der Frauen, die im Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo vergewaltigt wurden, von marodierenden Banden oder anderen mehr oder weniger regulären Soldaten – einige hundert Frauen haben sich dafür entschieden zu kämpfen: Manche mit einem Universitätsdiplom in der Tasche, andere können nicht einmal schreiben und lesen. Die einen treten ein in die Armee, andere schließen sich einer der verschiedenen Rebellengruppen an.    

20 Jahre dauert dieser Krieg nun schon – es geht immer um die Bodenschätze, um Gold, Diamanten, um das Coltan für die Smartphones. Von diesem ungeheuren Reichtum profitieren nur die Wenigsten, die meisten, Frauen, Männer, Kinder, sind bitter arm. Unsere Reporter waren bei den Frauen im Kongo, die sich dafür entschieden haben,  lieber mit der Waffe zu kämpfen, als wehrlos zu bleiben.

 

von Stéphanie Lamorré, Mathieu Goasguen und Bruno Tabaskko - ARTE GEIE / Premières Lignes TV – Frankreich 2014 – Wiederholung

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016