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Kolumbien: Die FARC geht auf Stimmenfang

Länder: Kolumbien

Tags: FARC, Friedensabkommen

Die ehemalige Rebellen-Organisation "FARC" will ihren Kampf ohne Waffen fortsetzen. Sie will als Partei mit politischen Mitteln die  Zukunft des Landes mitgestalten. 

Bei einem Gründungskongress in Bogotá stimmte eine Mehrheit der Delegierten für den neuen Namen "Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes" (Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común). Bisher nannte sich die Guerilla "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia)

Die Abkürzung "Farc", die an mehr als 50 Jahre des blutigen Kampfes gegen Regierung und Paramilitärs erinnert, bleibt damit bestehen. Bei dem Gründungstreffen wurde auch das neue Logo der linksgerichteten Partei enthüllt: Eine stilisierte rote Rose mit Stern als Blütenstempel, darunter in grünen Großbuchstaben die Abkürzung "FARC". Das Emblem ist an das der Sozialistischen Internationalen angelehnt - eine rote Rose in einer weißen Faust. Bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr will die Farc erstmals antreten.

Damit zieht die älteste Guerilla Lateinamerikas einen Schlussstrich unter gut ein halbes Jahrhundert des bewaffneten Kampfes. In dem jahrzehntelangen Konflikt zwischen Rebellen und Regierung wurden mehr als 220.000 Menschen getötet. 

 

Les FARC se lancent en politique
Die FARC werden zu einer politischen Partei Die ehemalige Rebellen-Organisation will ihren Kampf ohne Waffen fortsetzen. Die FARC werden zu einer politischen Partei

 

Zuletzt geändert am 1. September 2017