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Kamerun: Schule trotz Boko Haram

Länder: Kamerun

Tags: Boko Haram, Nigeria, Selbstmordattentat, Kinder

Die Terrormiliz Boko Haram hat im Tschadbecken in den letzten drei Jahren 117 Kinder als Selbstmordattentäter missbraucht. Ein beliebtes Angriffsziel von Boko Haram sind vor allem Schulen. Wegen der Gewalt können mehr als eine Million Schüler in Nigeria und in den Nachbarländern nicht in die Schule. ARTE Journal berichtet, wie eine Schule in Kamerun dem Terror von Boko Haram trotzt.

In Nigeria hat am 9. Oktober ein Massenprozess gegen mutmassliche Mitglieder der islamistischen Terrormiliz Boko-Haram begonnen. Mehr als 2.300 Verdächtige stehen vor Gericht. Menschenrechtsorganisationen hatten der nigerianischen Armee willkürliche Festnahmen, Vorverurteilungen und unrechtmäßige Hinrichtungen vorgeworfen. Demnach wird auch diesmal die Nähe von Angeklagten zu Boko Haram infrage gestellt. Manche von ihnen sitzen seit dem Beginn der Gewalttaten in Nigeria im Jahr 2009 ohne rechtlichen Beistand in Untersuchungshaft. Seit 2009 wurden nach Regierungsangaben erst 13 mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder vor Gericht gestellt und nur neun von ihnen verurteilt. Die Gruppe kämpft seit 2009 gewaltsam für einen islamischen Gottesstaat im Nordosten Nigerias. Immer wieder verüben die Extremisten blutige Anschläge und Überfälle auf Dörfer, Kirchen, Schulen, Sicherheitskräfte, Politiker und Behördenvertreter. Tausende Menschen wurden dabei getötet. Zum Dossier von ARTE Info.

 

Contre Boko Haram, l’école malgré tout
Kamerun: Alltag trotz Boko Haram ARTE Journal berichtet, wie eine Schule im "Extrême-Nord" von Kamerun dem Terror von Boko Haram trotzt. Kamerun: Alltag trotz Boko Haram

 

Zuletzt geändert am 10. Oktober 2017