Kamerun: Die Vertreibung der Pygmäen

Länder: Kamerun

Tags: Menschen der Wälder, Erdöl-Pipeline, Vertreibung, Pygmäen

Die Ausbeutung der Regenwälder hat die Pygmäen aus dem Land ihrer Väter im Norden Kameruns vertrieben. Sie haben weder Lobby noch Stimme in der Regierung und verlieren auch deshalb täglich ein Stück von ihrer Art zu leben und ihrer Tradition.

Quer durch den alten Pygmäen Wald verläuft die neue Erdöl-Pipeline vom Tschad nach Kamerun. Die Pygmäen verloren ihr Land an die Pipeline und die neuen Projekte dort: Internationale Multis holzen ihren Wald ab, um dort Plantagen mit Ölpalmen und Kautschukbäumen zu pflanzen. Als ökologischen Ausgleich dafür schuf die Regierung einen neuen Naturschutzpark, Campo Ma’an. Doch dort haben die Pygmäen keinen Zutritt.

Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, sich als Landarbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, vor allem in den neuen Plantagen. Die stolzen Menschen der Wälder werden immer mehr zu Bettlern am Straßenrand.   


Von Franck Sanson, Régis Croizer und Jean-Laurent Bodinier – ARTE GEIE / Cargo Culte – Frankreich 2013 – Wiederholung

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016