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Istanbul als Zielscheibe von Extremisten

Länder: Türkei

Tags: Istanbul, PKK

Die Unruhen in der Türkei nehmen kein Ende. Am Montag wurde die Metropole Istanbul von zwei Anschlägen auf eine Polizeistation und auf das US-Konsulat erschüttert. Bei den Attentaten starben mindestens vier Menschen. Über die Täter und deren Motive herrscht zurzeit noch keine Klarheit, doch fallen die Attentate in eine Phase der allgemeinen Anspannung. Gleichzeitig intensiviert die Regierung ihre Kampagne gegen die kurdischen Rebellen. Bei den türkischen Luftangriffen auf die PKK solllen fast 400 Kämpfer getötet worden sein.

 

Tayyip Erdogan, der türkische Staatspräsident, wurde vor drei Jahren gefeiert, als er mit der militanten kurdischen Arbeiterpartei PKK nach über 30 Jahren Bürgerkrieg einen Frieden aushandeln liess. Seit zwei Jahren herrscht Waffenstillstand - doch den hat Erdogan nun wieder mit Angriffen auf die PKK gebrochen - und die antwortet mit Selbstmordattentaten und Morden. Erdogan, so wird vermutet, hat aus innenpolitischen Motiven den Frieden gekündigt. Er will die kurdennahe Partei HDP nach ihrem Wahlerfolg vom Juni ins Abseits drängen. Was die Rückkehr des Bürgerkrieges für die Menschen im kurdischen Südosten des Landes bedeutet, zeigt unsere Reportage aus dem kurdischen Dorf Hakkari.

 

Reportage: Besuch im kurdischen Dorf Hakkari, an der Grenze zum Iran

Städte und Dörfer im kurdischen Südosten des Landes leiden unter dem Druck aus Ankara. Zeitgleich verzeichnet die kurdische Guerilla seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen der türkischen Armee und der PKK wieder Zulauf von Jugendlichen. ARTE Journal hat das kurdische Dorf Hakkari an der iranischen Grenze besucht und sich mit der Bürgermeisterin getroffen.

 

Turquie : répression contre les kurdes

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016