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Israel: Rabins Vermächtnis verblasst

Länder: Israel

Tags: Palästinenser, Juden, attentat

Am 4. November 1995 wurde Israel von einem politischen Attentat erschüttert, von dem es sich bis heute nicht erholt hat. Ein fundamentalistischer junger Jude erschoss den Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin, weil der für einen Frieden mit den Palästinensern kämpfte.

Rabins Todestag ist in Israel jedes Jahr Anlass zu Gedächtnisveranstaltungen. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kondolierte dem israelischen Volk zum 20. Todestag Rabins, den er als "heldenhaften Mann des Friedens" beschrieb.

Der jüdische Fanatiker Jigal Amir hatte Rabin am 4. November 1995 nach einer Großkundgebung in Tel Aviv mit drei Schüssen getötet. Der Attentäter wollte damit weitere Gebietsabtritte an die Palästinenser vor allem im Westjordanland verhindern. Der heute 45-jährige jüdische Rechtsextremist zeigt weiter keinerlei Reue. Er hält die israelische Linke und alle Politiker, die mit den Palästinensern Frieden für Land eintauschen wollen, für Gegner der Wiederkunft des Messias. Denn die Schaffung von Großisrael ist nach dieser sektiererischen Bibelauslegung Voraussetzung für die Erschaffung des Reichs Gottes. 

Das Vermächtnis von Yitzhak Rabin droht zwanzig Jahre nach dem grausamen Attentat zu verblassen. Die Regierung ist stark nach rechts gerückt und von einem dauerhaften Frieden mit Israels Nachbarn ist das Land weit entfernt.

Israël : l'héritage de Rabin

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016