Israel: Entlang der Grünen Linie

Länder: Israel

Tags: Grenze, Westjordanland

355 Kilometer lang ist die Grüne Linie, die Israel vom Westjordanland trennt, umstritten seit der Gründung Israels.

Israël, à la recherche de la frontière perdue
Israel: Entlang der Grünen Linie 355 Kilometer lang ist die Grüne Linie, die Israel vom Westjordanland trennt, umstritten seit der Gründung Israels. Israel: Entlang der Grünen Linie

Mit grüner Tinte zogen sie diese Linie im Jahr 1949, als Waffenstillstandsgrenze nach dem Unabhängigkeitskrieg Israels. Für viele Palästinenser ist sie die erste Geschäftsgrundlage zu künftigen Verhandlungen um einen eigenen Staat. Israel aber hat seit dem Sechstagekrieg von 1967 diese Grüne Linie immer weiter verschoben, vor allem mit Hilfe von Dutzenden jüdischen Siedlungen im Westjordanland, also außerhalb der Waffenstillstandsgrenze von 1949. Ost-Jerusalem war bis zum Sechstagekrieg palästinensisches Gebiet, heute leben Israelis und Palästinenser in diesem Teil der Heiligen Stadt, allerdings in permanenter Spannung zwischen beiden Völkern. Jeden Tag überqueren zehntausende Palästinenser die Grüne Linie, um in Israel zu arbeiten, denn in den Autonomiegebieten liegt die Wirtschaft brach. Unsre Reporter erkundeten die beiden Seiten der Grünen Linie, das Symbol dieses Konflikts, der keine Ende zu finden scheint.
 

Von Stéphane Amar, Yonathan Weitzman, Boaz Rabinovitch und Sandra Lederer – ARTE GEIE – Israël 2017

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Am 5. Juni 1967 überschritt die israelische Armee die bis dahin als ihre Landesgrenze geltende „Grüne Linie“. Im sogenannten „Sechstagekrieg“ besiegten sie die Armeen Ägyptens, Jordaniens, Syriens und des Libanon. 50 Jahre später schickte ARTE Reportage den Fotografen Gaël Turine auf Spurensuche an diese Grenze zwischen Israelis und Palästinensern.