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Welt einigt sich auf Weltklimavertrag

Länder: Frankreich

Tags: Cop 21, Paris

Die Delegationen von 195 Ländern und der EU haben sich auf den finalen Entwurf für ein Klimaabkommen geeingt, der bereits in mehreren Sprachen vorliegt. Verhandlungsleiter Laurent Fabius hatte zuvor mit Nachdruck für den Entwurf geworben. 

 

 

 

"Es ist selten, dass es im Leben die Gelegenheit gibt, die Welt zu verändern. Sie haben diese Gelegenheit." 

François Hollande

Es ist ein historischer Durchbruch: Am Ende der zweiwöchigen Pariser UN-Klimakonferenz haben sich alle 195 Länder auf dem UN-Klimagipfel auf ein Abkommen geeingt. Dieses soll die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad eindämmen. Frankreichs Präsident François Hollande hatte noch am Samstag die 196 Vertragspartner in einer leidenschaftlichen Rede gemahnt: "Es ist selten, dass es im Leben die Gelegenheit gibt, die Welt zu verändern. Sie haben diese Gelegenheit."

Mit dem Klimavertrag verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz. Ohne dass Widerspruch erhoben wurde, konnte Frankreichs Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius die Entscheidung feststellen. "Ich sehe den Saal, die Reaktion ist positiv, ich höre keine Einwände", sagte Fabius, bevor er die Einigung per Hammerschlag besiegelte. "Die Pariser Vereinbarung für das Klima ist angenommen", fügte er unter dem Jubel der Delegierten hinzu. 

 

 

 

 
Erderwärmung auf 1,5 Grad

Der Vertrag gibt das Ziel vor, die durch Treibhausgase verursachte. Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Die 196 Länder wollen sogar versuchen, bei 1,5 Grad zu landen.

 

 

Langfristig sollen nicht mehr Treibhausgase wie CO2 ausgestoßen werden, als gleichzeitig zum Beispiel von Wäldern wieder aufgenommen werden können. Allerdings werden die nationalen Klimaziele weiterhin von den einzelnen Ländern festgelegt - bislang reichen die vorliegenden Pläne nicht aus, um den Klimawandel auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Zahlreiche Umweltschützer werteten den Vertragstext als starkes Signal zur Abkehr von den fossilen Energien Kohle, Öl und Gas. Sie hätten sich aber früheres Handeln und mehr konkrete Verpflichtungen für die einzelnen Staaten gewünscht.

 

Die Reaktion von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

 


 

Premiere im Kampf gegen den Klimawandel

Es ist das erste Mal, dass sich alle 196 beteiligten Staaten vertraglich dazu bekennen, Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung zu unternehmen. Die Delegierten feierten die Einigung stehend mit minutenlangem Applaus. Kurz vor dem Abschluss hatte es noch einmal Verwirrung gegeben, da einzelne Formulierungen in den Beschlusstexten beziehungsweise deren Übersetzungen nicht korrekt wiedergegeben worden waren. Dies konnte aber ausgeräumt werden.

Zuletzt geändert am 25. Oktober 2017