Haiti: Das Elend in den Dörfern

Länder: Haiti

Tags: Mornes

Alle Augen schauen auf Port au Prince, auf die Trümmer und das Elend der Erdbebenopfer in den Lagern. Dort arbeiten 27 Internationale Hilfsorganisationen.

Nur eine einzige von ihnen, die französische Solidarités International, ist ins Innere des Landes gefahren, um den Menschen im Gebiet der "Mornes" zu helfen, in den Siedlungen und Dörfern auf dem Land bei Petit Goave südlich der Hauptstadt.

Stundenlang dauert es, mit allradgetriebenen Fahrzeugen oder Motorrädern dorthin zu gelangen.
Die Erde ist hier seit Jahren schon verwüstet von den durchziehenden Wirbelstürmen, den sintflutartigen Regenfällen und von den Menschen, die die Wälder in ihrer Not bis auf die letzten Bäumchen vernichtet haben.
Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat dem Leben in den Dörfern der Mornes noch einen letzten vernichtenden Schlag versetzt.

Nun bemühen sich die Helfer, die größte Not zu lindern: Sie bohren Brunnen, um an sauberes Wasser zu gelangen und bemühen sich, den Ackerbau wieder in Gang zu bringen. Die Cholera-Epedemie der letzten Monate aber gefährdet auch ihre Arbeit, den Menschen auf dem Land die Zukunft zu sichern.

Eine Reportage von Michel Dumont, Eric Bergeron und Isabelle Nommay – ARTE GEIE - Frankreich 2010

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016