Haiti: Amputiert und ausgestoßen...

Länder: Haiti

Tags: Amputiert

Es gab nach dem Erdbeben in Haiti noch ein schlimmeres Schicksal, als in den Trümmern seines Hause zu sterben: das Schicksal, verstümmelt gerettet zu werden und dazu verdammt zu sein, fortan als Behinderter weiterzuleben.

In Haiti ist es ein Stigma, behindert zu sein, und es gab für diese Menschen bislang keinerlei staatliche Hilfe. 5000 Frauen, Männer und Kinder mussten nach dem Erdbeben amputiert werden – ohne die internationalen Hilfsorganisationen wäre ihr Leben so gut wie beendet gewesen.

Schon im März 2010 eröffnete Handicap International in der Hauptstadt Port au Prince ein Zentrum, in dem die Amputierten sich kostenlos Prothesen anpassen lassen und lernen konnten, damit zu leben. Es ist schwer und schmerzhaft, mit einer Beinprothese wieder gehen zu lernen. Aber die, die es geschafft haben, die zeigen den Gesunden, dass ein Leben trotz aller Vorurteile der Anderen doch möglich ist.

Eine Reportage von Michel Dumont, Eric Bergeron und Isabelle Nommay – ARTE GEIE / - Frankreich 2011

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016