|

Frankreich – Startschuss für Zigaretten-Einheitspackungen

Länder: Frankreich

Tags: tabak, Zigaretten

Als Vorzeigeprojekt eines neuen Gesundheitsgesetzes in Frankreich werden seit dem 20. Mai 2016 "neutrale" Zigarettenschachteln verkauft. Ab Januar 2017 sind diese dann verpflichtend.

 

Am Freitag, dem 20. Mai 2016, fiel der Startschuss für die Einführung neutraler Zigarettenschachteln in Frankreich. Die einheitlich olivgrünen Verpackungen, auf beiden Seiten mit Gesundheitswarnungen bedruckt, werden jedoch nur nach und nach in den Handel kommen. Die alten, mit Markenlogos versehenen Päckchen dürfen ab sofort nicht mehr für den französischen Markt produziert und die derzeitigen Bestände müssen bis zum Ende des Jahres verkauft werden. Ab dem 1. Januar 2017 dürfen Tabakwarenverkäufer in Frankreich nur noch die neutralen Päckchen anbieten.

Vier Jahre lang hat die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine für die Neuerung gekämpft. Die Einheitsverpackung ist ein symbolischer Sieg für die Anti-Tabak-Kampagne der Regierung, gegen die sich Industrie und Tabakwarenverkäufer natürlich auflehnen. Seita, die französische Tochterfirma des britischen Unternehmens Imperial Tobacco, und Japan Tobacco International (JTI), haben im März bzw. Mai diesen Jahres bereits angekündigt, dass sie angesichts der neuen Verpflichtung Klage einreichen wollen, mit Verweis auf das mit ihren Marken zusammenhängende „Recht auf geistiges Eigentum“.

 

Frankreich - Vorreiter in Europa

Bisher gab es die Einheitspackung nur in Australien, wo sie im Dezember 2012 eingeführt wurde. Frankreich ist somit das erste europäische Land, in dem neutrale Schachteln verkauft werden. England und Irland werden voraussichtlich noch 2016 nachziehen.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016