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Frankreich sagt: "Nicht in unserem Namen"

Länder: Frankreich

Tags: #PasEnNotreNom, Flüchtlinge

In Frankreich ist am 31. August spontan der Aufruf zu einer  Solidaritätsbekundung mit den Migranten entstanden. Pas en notre nom" (Nicht in unserem Namen) nennt sich diese Bewegung, die in nur wenigen Tagen über die sozialen Netzwerke starken Zulauf erhalten hat. 17 000 Menschen geben auf Facebook an, an diesem 5. September um 17 Uhr an der Versammlung in Paris teilzunehmen zu wollen.

Wer steckt hinter der Initiative? 

#PasEnNotreNom
#Réfugiés
#RefugeesDignity

 

Ein erster Aufruf zur Demonstration kam von dem Facebook-Profil von Raphaël Glucksmann, einem engagierten französischen Schriftsteller.

 Aber sehr schnell wurde die Facebook-Seite "Pas en notre nom" gegründet. Die Bewegung wird mit keiner Partei in Verbindung gebracht, die Organisatoren seien "einfache Bürger", heißt es in dem Aufruf zur Demonstration.

 

Könnte daraus eine größere Bewegung werden?

 

Fest steht, der Aufruf dieser "einfachen Bürger" kommt im rechten Moment. "Wir werden da sein, um unsere Empörung über diese Tragödien zum Ausdruck zu bringen, die täglich direkt vor unseren Augen passieren", sagen sie. Die Initiatoren fordern Frankreich auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen und das in menschenwürdigen Bedingungen: "Selbst wenn Europa seine Mauern errichtet und das Mittelmeer zum Massengrab wird, wir werden unsere Seel nicht verlieren. Eine solche Politik darf nicht in unserem Namen geführt werden."

Auch in anderen Teilen Frankreichs, in Marseilles, Rouen, Vannes, Arles, Toulouse, und Nizza wurden Versammlungen zur gleichen Zeit am gleichen Tag angekündigt.

Die Zahl der Teilnehmer ist rasend angestiegen, seit das Foto des syrischen Jungen Aylan publiziert wurde, dessen lebloser Körper an einem Strand in der Türkei gefunden wurde. Dieses Bild hat die ganze Welt erschüttert und kann auch Europas Politiker vielleicht zu einem Umdenken bewegen. 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016