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Flüchtlinge in Frankreich: Randleben in Metz

Länder: Frankreich

Tags: Flüchtlinge, Flüchtlingslager, Metz

Die Mini-Zeltstadt Blida in Metz ist ein ganz offizielles Flüchtlingslager: 250 Zelte, dicht gedrängt auf einem 10 Hektar großen Parkplatz - direkt gegenüber einer Müllhalde, am Rand der Stadt. Rund 400 Menschen schlafen dort Nacht für Nacht. Es sind vor allem Balkan-Migranten, die nur geringe Chancen auf Asyl haben; jene Migranten, die in Deutschland besonders zu Beginn der Flüchtlingskrise für große Diskussionen sorgten.
Das Lager entsteht schon seit 2013 jeden Sommer aufs Neue - dem französischen Staat gelingt es nicht, genügend Plätze in Auffangzentren zu schaffen. Stattdessen mietet er den Parkplatz, Hilfsorganisationen liefern die Zelte.  Für sie ist Blida ein “staatliches Elendscamp”, wo katastrophale hygienische Zustände herrschen.

Das Blida-Camp in drei Punkten:

 

Warum gibt es so viele Migranten in Metz?

Metz ist die Stadt, in der alle Flüchtlinge registriert werden, wenn sie in der Region Lorraine ankommen. Das ist seit 2015 der Fall - Blida existiert allerdings bereits seit 2013. Eine andere Erklärung könnte die Nähe zu Deutschland sein. Viele der Migranten in Blida haben in Deutschland kein Asyl erhalten und versuchen es deswegen im Nachbarland aufs Neue.

Zuletzt geändert am 20. Juli 2017