|

Extreme Armut in Griechenland

Länder: Griechenland

Tags: Armut

Nach einer Studie der NRO diaNEOsis lebten 15% der griechischen Bürger 2015 in extremer Armut. Eine Zunahme von über 70% gegenüber 2011.

Offenbar verfügen die griechischen Bürger über 30% weniger Kaufkraft und 25% weniger Einkommen als vor Beginn der Krise. Journalisten des News-Portals Greek Reporter stellten jetzt eine neue Studie der griechischen NRO diaNEOsis vor, derzufolge sich die Situation in Griechenland in den vergangenen Jahren kaum gebessert hat. Laut einem Artikel des Web-Magazins 8ème étage geht daraus hervor, dass 2014 annähernd 95% der Bevölkerung nach eigenen Angaben finanziell kaum über die Runden kamen.

 

1 647 703 Griechen in extremer Armut

 

Noch bedenklicher ist die Tatsache, dass außerdem der Anteil in extremer Armut lebender Bürger zunimmt, wozu definitionsgemäß im städtischen Raum lebende Einzelpersonen mit einem monatlichen Einkommen von maximal 182 € bzw. in Athener Mietwohnungen lebende Familien (Elternpaar mit zwei Kindern) mit einem Monatseinkommen von höchstens 905 € gehören. Der Bevölkerungsanteil dieser Personen soll von 2,2 % im Jahr 2009 auf 8,9 % im Jahr 2011 gestiegen sein und im vergangenen Jahr sogar die 15%-Marke überschritten haben. Konkret waren 2015 damit 1 647 703 griechische Bürger von extremer Armut betroffen.

 

Dabei ist der Anteil in extremer Armut lebender Kinder (17,6 %) und junger Erwachsener (24,4 %) besonders hoch. Dagegen sind nur 2,7 % der über 65-Jährigen betroffen. Für arbeitslose Bürger ist das Risiko, in finanzielle Not zu geraten, erwartungsgemäß am größten - 70 bis 75 % sollen es 2015 gewesen sein, 2011 waren es dagegen noch "lediglich" 50 %.

 

ZURÜCK ZUR STARTSEITE​

 

Zuletzt geändert am 23. Juni 2016