Euro: einige Definitionen

Länder: Frankreich

Tags: euros, économie, Europe

Das Wirtschaftsvokabular langweilt Sie oder schreckt Sie ab? Ein kleiner Überlebenstrainer, um die Fachwörter der Debatte zu verstehen und um Ihrerseits an den Diskussionen über die Zukunft des Euros teilnehmen zu können.

Inflation/Deflation/Disinflation: Was bedeutet das?

Inflation bedeutet einen allgemeinen Preisanstieg. Deflation ist nicht das Gegenteil von Inflation. Es handelt sich vielmehr um eine generelle, stark ausgeprägte Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität. Die Preissenkung ist nur ein Aspekt davon. Das Gegenteil von Inflation ist vielmehr die Disinflation, d.h. eine Verringerung des Preisniveauanstiegs. Für die Preissenkung gibt es keinen spezifischen Ausdruck.

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Rohstoff- und Metallwährung, Bar- und Buchgeld: Werden Sie zum Experten in Sachen Währung! 

Als Rohstoffwährung bezeichnet man Gegenstände, die anstelle von Geld benutzt wurden (Muscheln, Vieh usw.). Metallwährung besteht aus einem oder mehreren Metallen, meist Gold oder Silber. Heute wird hauptsächlich Bargeld benutzt, das aus Münzen sowie Scheinen besteht, bzw. Buch- oder Giralgeld, das einem einfachen Eintrag im Bankkonto entspricht und in verschiedenen Zahlungsarten verwendbar ist (Kreditkarten, Überweisungen, automatische Abbuchungen, Schecks usw.). Sowohl Bar- als auch Buchgeld hat als solches keinen Wert; es ist lediglich ein Tauschinstrument, das auf gegenseitigem Vertrauen beruht. 

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Was Sie schon immer über den Leitzins wissen wollten. 

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem die Europäische Zentralbank kurzfristig Geld an Banken leiht. Er hat somit einen starken Einfluss auf den Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen und an ihre Kunden (Haushalte, Unternehmen usw.) Kredite vergeben.

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Erfahren Sie alles über den Spread, jene Zahl, die den Regierungen so wichtig ist!

Tag für Tag leihen sich Staaten Geld an den Märkten und geben Obligationen zu einem Zinssatz aus, der dem Vertrauen der Investoren in den jeweiligen Staat entspricht (je höher das Vertrauen, desto niedriger die Zinsen). Deshalb haben die Regierungen ein sehr wachsames Auge auf den Vertrauensindex ihres Landes und vergleichen ihn mit dem ihrer Nachbarn. Diese Differenz nennt man Spread. Frankreichs ehemaliger Ministerpräsident François Fillon sagte 2010: „Das erste, was ich morgens mache, ist, mir den Spread zwischen Frankreich und Deutschland anzuschauen.“

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Ab- und Aufwertung, schwacher oder starker Euro: die Geheimnisse des Wechselkurses!

Der Wechselkurs misst die Anzahl der Einheiten einer Ausgangswährung, die für den Erhalt einer Einheit der Zielwährung vonnöten ist. Wenn zum Beispiel Deutschland und Frankreich viele Waren an die USA verkaufen, steigt der Euro im Vergleich zum Dollar. Das heißt, man braucht mehr Dollar, um eine deutsche oder französische Ware zu kaufen. Man sagt dann, dass der Euro an Wert gewinnt und stärker wird. Wenn hingegen weniger Güter in Euro gekauft werden, verliert er an Wert und wird schwächer. Bei einer Währungsabwertung senkt ein Staat den Wert seiner Währung im Vergleich zu einer anderen mit dem Ziel, seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Den Euro abzuwerten ist in der Praxis sehr schwierig.

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Was bedeutet es, wenn ein Staat „seinen Forderungen nicht mehr nachkommen kann“?

Seinen Forderungen nicht zu bedienen, heißt für einen Staat, dass er nicht mehr in der Lage ist, seine Schulden an seine Gläubiger zurückzuzahlen. Dies kann je nachdem im Einverständnis mit den Gläubigern geschehen, wenn diese den betreffenden Staat nicht noch weiter schwächen wollen. Dies war 1953 bei Deutschland der Fall. Manchmal ist die Zahlungsunfähigkeit aber auch einseitig, d.h. nicht ausgehandelt. In diesem Fall kann der zahlungsunfähige Staat in große Schwierigkeiten geraten, wie zum Beispiel Argentinien Anfang der 2000er Jahre.

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Staatsdefizit

Ein Staats- bzw. Haushaltsdefizit besteht, wenn in einem Jahr die Ausgaben eines Staates die Einnahmen überschreiten. Wenn das Gegenteil der Fall ist, spricht man von einem Überschuss. Unter Staatsverschuldung versteht man die vom Staat an Dritte geschuldeten Verbindlichkeiten.

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016