Ecuador: Zumbahua - Revolution von oben

Länder: Ecuador

Tags: Öl, Révolution, Bürger

Rafael Correa hat gerade seine dritte Amtszeit als Präsident von Ecuador begonnen. Er will das fortführen, was er bei seiner ersten Wahl 2007 versprochen und auch schon in die Tat umgesetzt hat: Die „Bürger-Revolution“ – ein Programm, von oben verordnet, das die Wirtschaft und die Gesellschaft entwickeln soll. Sein Ziel ist es, mit den Gewinnen aus der Erdöl-Förderung die Chancengleichheit im Volk zu verbessern. 

Bis jetzt ging Correas Rechnung auf: Die stetig steigenden Preise für Erdöl auf dem Weltmarkt haben die Staatskasse gut gefüllt. Damit bauten sie in Ecuador neue Krankenhäuser, Straßen, stockten die Sozialhilfe für die Ärmsten auf, eröffneten neue Schulen mit kostenloser Bildung für alle auf einem in Ecuador nie gekannten Niveau. Die Schüler von heute sollen das Land morgen noch weiter bringen.

Doch die Kritiker wenden ein: Die Erdöl-Reserven werden in kaum 25 Jahren erschöpft sein und in einigen Regionen geht die Förderung auf Kosten von Natur und Umwelt. Die Pläne der Regierung, den Bergbau im Land zu intensivieren, die provozieren schon jetzt den Widerstand der Indianer, immerhin ein Drittel der Population in Ecuador, und den der Umweltaktivisten. 

Zumbahua, ein Dorf in den Anden mit 12.000 Einwohnern, ist das Vorbild für den Fortschritt der Bürger-Revolution des Präsidenten Correa. Lange Jahre war es nur ein vergessener Weiler irgendwo in den Bergen – doch heute zeigt sich hier im Kleinen, wie ganz Eucuador in Zukunft einmal aussehen soll.

Von Nathalie Georges, Eric Bergeron, Diane Cambon und Pascal Bach – ARTE GEIE - Frankreich 2013

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016