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Druck auf Islamisten in Europa wächst

Länder: Welt

Tags: Razzia, Islamismus

In Belgien, Frankreich und Deutschland sind Polizeikräfte mit Razzien und Festnahmen gegen Verdächtige aus der Islamistenszene vorgegangen. Im ostbelgischen Verviers kam es dabei zu einer Schießerei mit Syrien-Heimkehrern; zwei der Männer wurden getötet. Die Gruppe soll einen grossen Anschlag geplant haben, es habe unmittelbare Gefahr bestanden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

 

In Frankreich sind im Zusammenhang mit den Terroranschlägen der vergangenen Woche mindestens zehn Verdächtige festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, die Attentäter mit Waffen und Autos versorgt zu haben. Am Pariser Bahnhof Gare de l'Est gab es zudem einen Bombenalarm; das Gebäude wurde geschlossen. Die Polizei sprach von einer Vorsichtsmaßnahme.

 

Auch in Deutschland griffen starke Polizeikräfte zu. Allein in Berlin waren 250 Polizisten an mehreren Razzien und Durchsuchungen beteiligt. Dabei wurden zwei Männer festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden sie verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Syrien vorbereitet und für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ geworben zu haben. In Wolfsburg und Dinslaken konnte die Polizei zwei Männer festnehmen, die aus dem syrischen Bürgerkrieg zurückgekehrt waren. Beide sollen dort eine Kampfausbildung erhalten haben. Eine unmittelbare Anschlagsgefahr habe es in Deutschland jedoch ​nicht gegeben.  

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016