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Die Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland

Länder: Deutschland

Tags: Flüchtlinge, Erstaufnahmeeinrichtungen

Der enorme Anstieg der Flüchtlingszahlen stellt Deutschland, vor allem aber Städte und Gemeinden vor immer größere Probleme. Die Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer platzen schon seit langem aus allen Nähten. Die Zustände in den (meist aus Zelten) bestehenden Unterkünften, sind zum Teil katastrophal. Die Lage wird jedoch nicht besser, sondern eher schlimmer - vor den Grenzen warten noch Tausende darauf, in das vermeindlich "gelobte Land" Deutschland einreisen zu können. Doch zumindest auf dem Papîer gibt es einen "Verteilungsplan" für die einströmenden Flüchtlinge ...

Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, muss sich erst mal registrieren lassen. Meist passiert das in der am nächsten gelegenen Erstaufnahmeeinrichtung im jeweiligen Bundesland. Dort wird entschieden, ob der Asylbewerber bleiben kann oder in ein anderes Bundesland weitergeschickt wird. Die Verteilung auf die Bundesländer läuft nach dem "Königsteiner Schlüssel" - ausgerichtet nach Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl der Länder.

Das heißt: Nordrhein-Westfalen nimmt die meisten auf, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Verwaltet wird das Ganze per Computer. Der entscheidet auf der Basis einer aktuellen Übersicht zur Verteilung in den Bundesländern, wem ein Asylbewerber zugeordnet wird.

Die Verteilung richtet sich dabei auch nach dem Herkunftsland des Asylbewerbers. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das sämtliche Asylanträge bearbeitet, hat Außenstellen in allen größeren Erstaufnahmelagern der Länder - aber nicht jede bearbeitet jedes Herkunftsland.

Maximal drei Monate wohnen Asylbewerber in einer Erstaufnahmestelle des Landes, dem sie zugeordnet wurden. Danach werden sie weiter auf eine Stadt oder Gemeinde verteilt.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016