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Die Sexualität der Europäer über sechzig

Länder: Griechenland

Tags: Senior, Sexe, Sexualität, Senioren, HIV

Griechenland

Einer Umfrage zufolge haben 25 % aller über 50-jährigen Männer mehrmals in der Woche Geschlechtsverkehr. Der Anteil fällt bei Frauen mit 7 % wesentlich geringer aus. In dieser entgegen allem Anschein sehr konservativen Gesellschaft bleibt das Thema ein Tabu. In der Altersklasse zwischen 57 und 85 Jahren räumt jedoch die Hälfte aller Frauen und Männer ein, Probleme beim Sex gehabt zu haben. 37 % der Männer leiden unter Erektionsstörungen, 43 % der Frauen unter Lustlosigkeit und bei beiden Geschlechtern kommt es bei 34 % nicht zum Orgasmus. 64 % der befragten älteren Personen geben an, wegen ihrer Probleme beim Geschlechtsverkehr eine Therapie gemacht zu haben. Da die Griechen neue Langlebigkeitsrekorde aufstellen, haben dort die blauen Pillen eine große Zukunft vor sich.

 

 

Großbritannien

Hier im Vereinigten Königreich haben neue Forschungsarbeiten an der Universität Manchester dem Tabu des Themas Sex und Alter ein Ende gesetzt, da sie zu dem Schluss kamen, dass 54 % der Männer und 31 % der Frauen über siebzig Jahren noch sexuell aktiv sind.

Die britischen Senioren geben nicht nur zu, häufiger Sex zu haben, als früher, sie widerlegen auch mehr und mehr die Theorie, dass Alter und Alleinsein zwangsläufig zusammengehören. Und das könnte direkt in eine landesweite Gesundheitskrise münden, denn in der Altersgruppe der über 65‑Jährigen ist bei sämtlichen sexuell übertragbaren Krankheiten mit Ausnahme von Syphilis ein deutlicher Anstieg zu erkennen.

In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass in diesem Alter keinerlei Sexualerziehung vorgesehen ist, ebenso wenig wie routinemäßige AIDS-Tests.

Der Anstieg könnte jedoch auch auf darauf zurückzuführen sein, dass sich ältere Menschen der Verbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten nicht ausreichend bewusst sind und Frauen nach der Menopause auf Präservative verzichten.

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016