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Die Rhetorik nach den Terroranschlägen

Länder: Frankreich

Tags: Terrorismus, Rhetorik

Am 7. Januar 2015 greifen Terroristen die Redaktion der Satirezeitung "Charlie Hebdo" an. Für einige Zeit rücken die ansonsten so streitlustigen Franzosen näher zusammen. Mit Ausnahme des rechtsextremen Front National beschwören Politiker aller Lager die Einheit des Landes. Doch es kehrt keine Ruhe mehr ein. Es folgen die Anschlagsserie im November 2015 und der schreckliche Angriff in Nizza diesen Sommer. Alle Anschläge haben einen islamistischen Hintergrund. Dahinter steckt meist nicht nur ein Einzeltäter, sondern eine der Terrormiliz Islamischer Staat nahe stehende Gruppierung.

Regierungsvertreter und Oppositionspolitiker eilen an die Anschlagsorte und überbieten sich mit Forderungen zur Terrorbekämpfung. Mit jedem weiteren Attentat verschärft sich der Ton der Politiker noch mehr. Gilles Siouffi, Französisch-Professor an der Sorbonne-Universität, hat für ARTE Info die Entwicklung der französischen Rhetorik nach den Terroranschlägen anlysiert. 

Grafik: Thierry Millotte, Côme Péguet, Paul Biller
Schnitt: Madeleine Sibold
Musik: "Remurdered", Mogwai
Zuletzt geändert am 9. September 2016