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Die neue Elite geht nach England

Länder: Großbritannien

Tags: Braindrain, Wissenschaftliche Studie, Akademiker

Diese Woche geht es mit Vox Pop nach Großbritannien, der letzten europäischen Bastion gegen den Braindrain. Großbritannien ist heute das europäische Land, das die meisten Forscher anzieht. Dies ist das Ergebnis einer aktiven Politik des Vereinigten Königreichs, um sich gegen die amerikanischen und asiatischen Universitäten zu behaupten.

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Als Ergänzung zur Fernsehsendung bietet Vox Pop jede Woche im Internet eine Vertiefung der behandelten Themen sowie Hintergrundinformationen an. Hier finden Sie weiterführende Artikel und Dokumente, auf die sich unsere Journalisten bei ihren Recherchen gestützt haben.

 

Die Versuchung, das Weite zu suchen, ist im krisengeschüttelten Europa für gut qualifizierte junge Menschen groß. Was tun gegen die Abwanderung der klugen Köpfe? Wie können Forscher aus dem Ausland angelockt werden?

Diese Fragen sind in Europa so aktuell wie nie zuvor, vor allem in den südlichen Ländern wie Italien, Griechenland und Spanien, die seit Jahren am stärksten von der Krise betroffen sind und wo die geringen Aussichten auf einen Arbeitsplatz und die Sparmaßnahmen im Forschungssektor die Abwanderung eines Teils der Eliten und jungen Hochschulabsolventen beschleunigt haben.

Deutschland ist für die Besten nicht attraktiv genug."

Quelle: Spiegel Online - 26/02/2014


Doch heute erreicht das Phänomen auch andere europäische Länder. Sogar in Österreich, das die niedrigste Arbeitslosenquote Europas hat, gibt es Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu halten. „Die Medizinstudenten werden sofort nach dem Abschluss von der Schweiz und Deutschland abgeworben“, erklärte Franz Schellhorn von der Denkfabrik Agenda Austria am 3. April der französischen Tageszeitung Libération. Auch in Deutschland wird zunehmend Besorgnis über den Braindrain laut. Im Februar legte eine Expertenkommission Angela Merkel ihren Bericht vor: Deutschland verliere viele seiner besten Wissenschaftler durch Abwanderung. Für Spitzenforscher sei das deutsche Forschungssystem derzeit nicht attraktiv genug, so lautete ihr Urteil. Diesem Bericht zufolge haben zwischen 1996 und 2011 über 23 000 aktive Forscher das Land verlassen, denen lediglich 20 000 Neuankömmlinge gegenüberstehen. Und wie sieht es in Frankreich aus? Eine vor Kurzem von Sciences Po durchgeführte Studie besagt, dass Panikmache fehl am Platz wäre, da aus Frankreich weniger qualifizierten Kräften abwandern als aus anderen Ländern. Der Braindrain nimmt zwar zu, aber weniger stark als in anderen OECD-Staaten. Vor allem aber kommen wesentlich mehr Fachkräfte aus dem Ausland nach Frankreich, als das Land verlassen.

 

Manuel Vicuña

 

Montag, 28. April

03:05

Vox Pop

Braindrain - Forschung in Europa ?

 

 

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016