Die Frauen aus Bahrein legen Zeugnis ab

Länder: Bahrain

Tags: Lamorré, Bahrain, Frauen

Die Regisseurin des Dokumentarfilms "Bahrain - Verbotene Bilder" Stéphanie Lamorré gewährt Einblicke in das Leben von Zahra, Nada und Zainab, drei Frauen, die die Filmemacherin während der Dreharbeiten kennen gelernt hat.

Zainab (29 Jahre, Aktivistin / Bloggerin)
Zainab ist eine der Aktivistinnen, mit denen Stéphanie Lamorré, die Regisseurin der Dokumentation „Bahrain: Verbotene Bilder“, schon vor ihrer Ankunft in Bahrain in Kontakt stand. Sie twittert den ganzen Tag, um die Welt zu informieren. Ihr Benutzername ist „angryarabia“ (@angryarabiya).

 

Fatima (28 Jahre, Ärztin)
Fatima wurde 2011 verhaftet, weil sie zum Zeitpunkt der Zusammenstöße im Salmanya-Krankenhaus arbeitete und Demonstranten verarztete. Sie wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie spricht über ein Rundschreiben, das eine Woche vor diesem Interview beim Krankenhaus einging und das ihnen untersagte, Menschen zu behandeln, die bei Demonstrationen verletzt worden waren.


Nada (38 Jahre, Ärztin)
Nada wurde verhaftet, eingesperrt und gefoltert, weil sie während der Protestbewegung 2011 auf dem Perlenplatz Demonstranten verarztet hatte. Sie spricht über ihre Verhaftung vor einem Jahr.

 

Ouahida (28 Jahre, Ehrenamtliche Krankenschwester)
Ouahida ist keine Krankenschwester, aber sie hat Erste-Hilfe-Kurse belegt, um ihren Landsleuten helfen zu können. Jeden Tag nimmt sie das Risiko auf sich, Verletzte in ihren Häusern zu behandeln. Dieses Video zeigt uns die Demonstration am 13. Februar 2012, am Vortag des Jahrestages der Revolution in Bahrain.

 

Zahra (22 ans, Arbeitslos)
Zahra’s Mann ist politischer Flüchtling und lebt außerhalb Bahrains. Sie wartet darauf, ihm nachreisen zu können. Zu Beginn des Videos besucht Zahra als Zeichen ihrer Unterstützung die Familie eines Märtyrers. Danach filmen wir sie im Auto, auf dem Weg zu einer Demonstration.

 

Zahra auf dem Friedhof
Zahra besucht das Grab ihres 18-jährigen Cousins, der ein paar Tage zuvor von Ordnungskräften getötet wurde. Von Jeeps der Polizei gehetzt, prallte er gleichzeitig heftig gegen zwei Wagen, was zu inneren Blutungen führte. Er verstarb auf der Polizeiwache, wohin er anschließend gebracht worden war.

 

“Allahu Akbar”
Hier sehen wir Ouahida und vor allem ihre Tochter, wie sie “Allahu Akbar” rufen, als Zeichen des Protestes gegen das Regime und der Unterstützung der Demonstranten.