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Die afrikanische Diaspora in Europa – mal anders

Länder: Frankreich, Senegal

Tags: Fotografie, diaspora, Afrika

Die Fotografien des Projekts "Diaspora" von Omar Victor Diop erzählen außergewöhnliche Geschichten von Afrikanern die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert in Europa lebten. Erstmals stellt der Senegalese seine Werke bei "Paris Photo" aus, einem internationalen Treffen von Fotografen, Galeristen und Sammlern, das diese Woche stattfindet. Patrick Schulze-Heil hat Omar Victor Diop getroffen.

Photographie : la diaspora africaine à Paris

Omar Victor Diop

Afrikas Löwen

2013 haben ARTE Reporter den afrikanischen Kontinent von West nach Ost durchquert. In Senegal, Ghana, Nigeria und Äthiopien haben sie dabei Künstler wie Eyram Tawia und Emeka Ogboh getroffen. Auch Omar Victor Diop haben sie bei seiner Arbeit in Dakar über die Schulter geschaut. Erleben Sie hier noch einmal die ganze Reise.

Omar Victor Diop ist 1980 in Dakar, im Senegal, geboren. Er gehört zu jener neuen Generation Senegalesen, die versuchen ihr Glück und ihre Zukunft im eigenen Land aufzubauen. Dabei sprach am Anfang alles für ein Leben weit weg von Zuhause. Ausgebildet wurde Omar Victor Diop an der "Ecole supérieure de commerce" von Paris, einer Handelshochschule. Er wurde anschließend von British American Tobacco eingestellt, kümmerte sich dabei um den afrikanischen Markt. Die Stelle führte ihn für ein Jahr nach Nairobi und für sechs Monate nach Lagos. Dort vertrieb er sich die Zeit an den Wochenenden mit Landschaftsfotografien.

2011 präsentierte er in Bamako bei einem Fotografentreffen seine Serie "Le futur du beau" ("Die Zukunft der Schönheit"). Die Fotoserie zeigt Frauen, die nur mit Packpapier und Scheuerschwämmen angezogen sind. Der Erfolg bewog ihn dazu, bei der Fotografie zu bleiben. 

Omar Victor Diop beobachtet immer wieder, dass in der afrikanischen Kunst eine gewisse Melancholie mitschwingt. Nicht so bei ihm: "Meine Arbeit ist voll und ganz auf die Zukunft ausgerichtet". Nun stellt er seine neue Fotoserie "Diaspora"  in Paris vor.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016