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Der Papst als Popstar

Länder: Deutschland

Tags: Pape, Mein Papst, presse

Papst Franziskus ist beliebt. Der Panini-Verlag widmet ihm deshalb nun sogar ein Magazin. Einmal pro Monat alles über den Papst auf 72 Seiten für nur 1,80 Euro. Das Hochglanzmagazin trägt den Titel "Mein Papst" und ist der italienischen Zeitschrift "Il mio Papa" nachempfunden. Aber was wird darin berichtet? Und was sagen Vertreter der katholischen Kirche dazu? 

 

Einer von uns

Fans von Papst Franziskus können sein Tun und Lassen ab sofort auf stolzen 72 Seiten verfolgen: in einem Magazin, das allein dem Pontifex Maximus gewidmet ist. "Mein Papst" ist zum ersten Mal am 18. März erschienen und behandelt Fragen wie: Wo schläft der Papst? Wo kauft er ein? Und was verrät seine Handschrift?

 

 

"Mein Papst", le Pape pleine page

Mit zahlreichen Fotos und einem schmissigen Layout hat sich das Magazin ganz dem Stil der Klatschpresse verschrieben. Es will zeigen, dass Franziskus nicht nur Papst, sondern auch ein Mensch wie du und ich ist. So muss sich auch er den Launen des Wetters beugen:

 

"Mein Papst"

"Mein Papst" ist eine deutsche Version des Magazins "Il Mio Papa", das vor einem Jahr in Italien an den Start ging. Das Konzept ist einzigartig und scheint zu gefallen. In Italien wird "Il Mio Papa" von der Gruppe Mandodari publiziert, die dem früheren Premierminister Silvio Berlusconi gehört. Auch im Netz ist das Magazin vertreten und ermöglicht Fans, den Alltag von "Papa Francisco"  durch Artikel und Videos zu verfolgen. Die Seite ist außerdem direkt mit dem Twitterkonto von Papst Franziskus verbunden. 

 

Ein dankbarer Coverstar

 

Da stellt sich doch glatt die Frage, ob "Il Mio Papa" etwa mit Benedikt XVI als Protagonisten genauso viel Erfolg gehabt hätte? Mit Sicherheit kann man das natürlich nicht beantworten, aber mit seiner direkten Art und der Nähe zu seinen Schäfchen gibt Jorge Mario Bergoglio der Öffentlichkeit mehr von sich preis, als seine Vorgänger.

Audienzen und sogar persönliche Telefongespräche - der "normale Papst" ist den Christen so nahe, dass es sogar manchmal von Seiten des Vatikans Strafpredigten hagelt. Als Star eines Magazins scheint er auf jeden Fall bestens geeignet zu sein. 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016