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Der Osten fällt in Moskaus Hände

Länder: Ukraine

Tags: Russland, Donbass, Konflikt

Nach der Finanz- und Wirtschaftsblockade der Ostukraine folgt nun eine neue Art der Isolation. Kiew hat sich zum Ziel gesetzt, die abtrünnigen Gebiete in der Ostukraine finanziell ausbluten zu lassen. Damit will Kiew den Rebellen die wirtschaftliche Grundlage nehmen und die besetzten Provinzen leichter zurückerobern. 

Ukraine : Moscou s'installe à l'est

 

Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit den Rentnern. Für die Überquerung der Frontlinie benötigen die verarmten Rentner, die ihre Bezüge auf der anderen Frontseite erhalten wollen, nun einen speziellen "Propusk" - einen Passierschein. Außerdem werden die Busse und LKWs von ukrainischen Soldaten nicht mehr durchgelassen und aus der Ukraine gibt es keine Warenlieferungen mehr. Nur wer bei der Grenzkontrolle schmiert, kommt durch.


Aber der Plan der ukrainischen Machthaber geht nicht auf. Die Strafmaßnahmen entfernen die Bürger in Donezk und Lugansk nur noch mehr von der Ukraine. Die Lebensmittel werden immer teurer und die Wirtschaft liegt am Boden. Die Region ist vollständig auf Hilfslieferungen angewiesen. Selbst die pro-ukrainisch eingestellten Bürger im besetzten Donbass zeigen sich mit den Strafmaßnahmen der Regierung in Kiew unzufrieden. Immer mehr Waren kommen inzwischen aus Russland und russische Rubel sind überall im Umlauf. Die Krisenregion fällt Moskau in die Hände. 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016