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Der NS-Kunstraub und seine Folgen

Länder: Deutschland

Tags: Kunstsammler, NS-Raubkunst, Gurlitt

2012 beschlagnahmte die Münchner Staatsanwaltschaft mehr als 1200 Werke in der Wohnung des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt. Sie stammen von seinem Vater, einem Kunsthändler, der im Auftrag der Nazis Kunstwerke einkaufte. Der Verdacht: Viele davon könnten Raubkunst sein. Seitdem laufen Recherchen, um herauszufinden, welche Werke Raubkunst sind, und sie den rechtmässigen Besitzern zurückzugeben. Damit befasst sich die Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt" in der Bundeskunsthalle in Bonn. 

Une collection d’œuvres volées par les nazis
Der NS-Kunstraub und seine Folgen Die Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt" in Bonn thematisiert das Geschäft mit der geraubten Kunst. Der NS-Kunstraub und seine Folgen

 

Von den rund 1500 Werken der Gurlitt-Sammlung sind bisher erst sechs eindeutig als Raubkunst indentifiziert. Der jüngste Fall ist ein Frauenporträt des französischen Malers Thomas Couture. Andrea Baresel-Brand leitet das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, das damit beauftragt ist, die Gurlitt-Sammlung zu untersuchen und eventuelle Raubkunst zu identifizieren, damit sie ihren rechtmässigen Eigentümern restituiert werden kann. Sie erklärt, wie das Bild von Thomas Couture identifiziert wurde: Es soll aus der Sammlung des frühren französischen Ministers Georges Mandel stammen, der von den Nationalsozialisten verfolgt und 1944 von französischen Milizen ermordet wurde. Die Forscher identifizierten es dank einer Notiz der Widerstandskämpferin Rose Valland, die mit den "Monuments Men" der US-Armee zum Kriegsende von Nazis  damals geraubte Kunst aufspürte.  

 

Bonus: Wie findet man Raubkunst?
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Zuletzt geändert am 4. November 2017