Das Westjordanland nach dem Oslo-Abkommen

Länder: Welt

Tags: Palästina, Israel-Palästina, Nahostkonflikt

Mit dem „Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen“ von 1995 - auch unter der Bezeichnung “Oslo-II“ bekannt - wurden die Gebiete des Westjordanlandes in drei Zonen unterteilt: die Zonen A, B und C.

 

areas_abc_ck.png

Die A-Zone (heute ca. 18% des Gesamtgebiets, ca. 50% der Gesamtbevölkerung) steht unter unter palästinensischer Zivil- und Sicherheitsverwaltung und umfasst die großen Städte mit Ausnahme Hebrons.

Die B-Zone (heute ca. 18% des Gebietes, ca. 40% der Bevölkerung) untersteht palästinensischer Zivilverwaltung und gemeinsamer israelisch-palästinensischer Sicherheitsverwaltung und setzt sich vor allem aus ländlichen Gemeinden und Dörfern zusammen.

Die C-Zone (heute ca. 60% des Gebiets, ca. 6% der Bevölkerung), die einzige zusammenhängende Landmasse, steht sowohl zivilrechtlich als auch in Sicherheitsbelangen unter israelischer Kontrolle. Sie bestehen vor allem aus dünn besiedelten Landstrichen, palästinensischen Dörfern und israelischen Siedlungen.

 

Ursprünglich war das Oslo-II-Abkommen für eine Übergangsperiode von fünf Jahren gedacht. An seinem Ende sollte ein souveräner palästinensischer Staat stehen. C-Gebiete sollten schrittweise in A- und B-Gebiete umgewandelt werden. Dieser Schritt ist bis heute nicht erfolgt.