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Das Geschäft mit den Menschen

Länder: Italien

Tags: Menschenhandel, Kriminalität

Bei all den Flüchtlingsbootunglücken der letzten Zeit hat sich die Berichterstattung vor allem auf die Erlebnisse der Überlebenden konzentriert. Doch nur selten hat man etwas über die Geschäfts-Praktiken der Schlepper oder Menschenhändler erfahren. Ein italienischer Journalist und ein Kriminologe haben sich dieses Thema vorgenommen. 

Fast täglich kommen Flüchtlingen an den Küsten Europas an, doch die Berichterstattung beschränkt sich dabei meistens auf die Erzählung jener, die die Flucht hinter sich haben. Nur selten erfährt man etwas darüber, an wen sich die Flüchtlinge wenden mussten. Die Schlepper oder Menschenhändler sind bisweilen in der Berichterstattung kaum vorgekommen. Dabei bringt dieses Geschäft kriminellen Netzwerken Milliarden. Um ihre Kunden anzuwerben, locken manche Anbieter dieses größten illegalen Reiseunternehmens, sogar mit der Formel, erst nach heiler Ankunft bezahlen zu müssen. Auch im Menschenhandel gibt es Konkurrenz, denn der Flüchtling ist nichts weiter als ein Kunde. Ein italienischer Journalist und ein Kriminologe haben sich genau diesem Thema gewidmet. Herausgekommen ist dabei das Buch "Bekenntnisse eines Menschenhändlers" das im Frühling in Deutschland und jetzt in Frankreich erschienen ist. 

Europe : enquête sur le trafic de réfugiés

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016