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Dänemark – Pfand auf Kippen

Länder: Dänemark

Tags: Ökologie, Abfälle

Um ihrem Ruf als grüne Stadt gerecht zu werden, plant Kopenhagen derzeit, Pfand auf Verpackungen wie Pizzakartons zu erheben.

In Kopenhagen dreht sich nicht alles nur um die Luftreinhaltung. Um den Ruf der dänischen Hauptstadt als „grüne Stadt“ zu pflegen, möchte der Stadtrat nun ein neues Pilotprojekt ins Leben rufen. Wie die Nachrichtenseite The Local berichtet, sieht der Plan vor, verschiedene, nicht biologisch abbaubare Abfälle wie Pizzakartons, Zigarettenkippen oder auch Verpackungsmüll von Schnellrestaurants mit Pfand zu belegen.

 

Konkret sollen ein paar Kronen auf die Preise der jeweiligen Produkte aufgeschlagen werden, die dem Käufer bzw. demjenigen, der den Pfandmüll zurück zum Kaufort bringt, zurückerstattet werden. Mit einem solchen Programm könnte Kopenhagen nicht nur sauberer werden, sondern auch noch sparen. „Wir geben jährlich mehr als 200 Millionen Kronen für die Stadtreinigung Kopenhagens aus. Wenn wir es schaffen, die Abfälle in der Stadt zu reduzieren, könnten wir das gesparte Geld in interessantere Projekte stecken“, erklärte Morten Kabell, Sonderberater für Umweltangelegenheiten der Stadt im Interview mit der dänischen Tageszeitung Politiken.

 

„200 Millionen Kronen für die Stadtreinigung Kopenhagens“

 

Sobald der Frühling anbricht, hat die Müllversorgung alle Hände voll zu tun, die öffentlichen Plätze der Stadt vom liegengelassenen Müll zu befreien, wie das französische Online-Magazin 8e étage unter Berufung auf die dänische Ausgabe von The Local berichtet. Doch Dosen oder Flaschen finden sich darunter kaum noch, denn auf diese gibt es bereits Pfand. Sollte die Stadtverwaltung die Ergebnisse des Pilotprojektes als erfolgsversprechend erachten, bedarf es nur noch der Genehmigung des dänischen Innenministeriums. Für die Umsetzung wäre dann die Stadt selbst zuständig.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016