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Dänemark - Eldorado des Zoophilie-Tourismus

Länder: Dänemark

Tags: zoophilie, Sex-Tourismus

In Dänemark werden möglicherweise schon bald sexuelle Handlungen an und mit Tieren verboten. Dies wäre auch das Aus für den Zoophilie-Tourismus, der sich in dem Land entwickelt hat. 

 

 

In Dänemark sind sexuelle Handlungen mit Tieren nicht verboten, solange dabei keine Tierquälerei im Spiel ist. Doch dieser Besonderheit wird möglicherweise schon bald ein Ende gesetzt, denn die dänische  Regierung beabsichtigt ein Verbot von sexuellen Handlungen an und mit Tieren. Damit gleicht sich das Land an die Gesetzgebung seiner europäischen Nachbarn an, bei denen Zoophilie bereits illegal ist. Der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischfang, Dan Jørgensen, setzt den Sex mit Tieren Vergewaltigungen gleich. „Ich lege eine Gesetzesänderung vor (…). Tiere müssen mit Achtung und Fürsorge behandelt werden, und sie haben das Recht auf besonderen Schutz, denn sie können nicht nein sagen“, heißt es in einer Mitteilung  des Ministers.

 

Zoophile aus ganz Europa

2012 wurden in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Schweden und Norwegen, sexuelle Handlungen zwischen Menschen und Tieren verboten; seitdem avancierte Dänemark zum Mekka einer besonderen Form des Sextourimus. Schon 2007 hatte der dänische Fernsehsender TV2 News dem Phänomen der Zoophilen-Ausflüge eine Reportage gewidmet. Eine im Gratisblatt 20 Minuten zitierte schwedische Journalistin erinnert sich: „Ein Mann zeigte uns, wie man Geschlechtsverkehr mit einem Pferd haben kann. Er erzählte mir auch, dass ganze Busladungen mit Deutschen nach Dänemark kämen. Diese Touristen seien auf intime Momente mit Tieren aus.“  In einem Bericht des dänischen Justizministeriums aus dem Jahr 2011 heißt es, 80 von 478 Tierärzten hätten sexuelle Misshandlungen an Tieren festgestellt.

 

Ziegen und Lamas

In Dänemark ist es noch immer möglich, sich ein Haustier für sexuelle Handlungen zu mieten. Diese Form der „Tierprostitution“ findet im Allgemeinen beim Tierhalter statt und kostet zwischen 70 und 150 Euro. Die Anzeigen finden die Kunden, die zum Großteil aus Deutschland, den Niederlanden und Schweden kommen, im Internet. Auch in Deutschland war bis zum Verbot im Jahr 2012 der sexuelle Missbrauch von Tieren in „Erotikzoos“ möglich. Nachdem der Kunde den Zuhälter bezahlt hatte, konnte er sich ein Tier aussuchen, wobei das Angebot von Ziegen bis hin zu Lamas reichte. Deutschland ist auch das einzige Land, in dem sich ein Verein namens Zeta offen zur Zoophilie bekennt. Im Zusammenhang mit dem Verbot machte diese Interessengruppe von sich reden, als sie das Recht einforderte, tierische Partner gewaltlos und frei lieben zu können, so zu lesen in der Zeitschrift Les Inrocks.  

 

Verbot in Sicht?

In Europa wird Zoophilie erst seit den 2000er Jahren offiziell verurteilt. 2004 wurde sie in Frankreich verboten, 2008 in Norwegen und 2010 in den Niederlanden. Neben Dänemark gestatten auch Ungarn und Finnland weiterhin diese Sexualpraktik. In der Vergangenheit hatte das dänische Parlament die Novellierung des Gesetzes über sexuelle Kontakte mit Tieren stets abgelehnt und dies damit begründet, dass das derzeitige Gesetz ausreiche. Vor Kurzem sprachen sich in einer Umfrage 76 % der Dänen für ein Zoophilie-Verbot aus. 

 

 

Céline Peschard

 

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016