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Cannes: Diese Filme konkurrieren um die goldene Palme

Länder: Frankreich

Tags: Cannes, Maren Ade, Goldene Palme

Die deutsche Regisseurin Maren Ade hat die schwerste Hürde genommen. Ihr Film "Toni Erdmann" wurde als einer der zwanzig Filme auserkoren, die um die goldene Palme konkurrieren werden. Doch die Konkurrenz ist hart: Filme renommierter Regisseure wie der Spanier Pedro Almodóvar oder Hollywood Schauspieler und Regisseur Sean Penn stehen ebenfalls auf der Liste.

2009

wurde der Film "Alle anderen" von Maren Ade mit dem silbernen Bären auf der Berlinale ausgezeichnet. 

Die Liste der renommierten Regisseure, die auf dem diesjährigen Festival in Cannes vertreten sind, brauchen Maren Ade nicht zu beeindrucken. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie für eine Überraschung sorgt. Bereits ihr Debütfilm "Der Wald vor lauter Bäumen" wurde auf mehreren amerikanischen Filmfestivals ausgezeichnet. 2009 präsentierte sie erstmalig einen Film auf der Berlinale und überzeugte direkt die Jury: Das Beziehungsdrama "Alle anderen" wurde prompt mit dem Silbernen Bären in den Kategorien bester Film und beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. 

Begegnungen mit Regisseuren, Analysen von Wettbewerbsfilmen, Hintergründe zu den Dreharbeiten: Bei ARTE Cinema finden sie alle Informationen rund um das 69. Filmfestival in Cannes.

Ihr neuer Film, "Toni Erdmann" erzählt die Geschichte von einem Vater und seiner Tochter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Er ist ein entspannter, humorvoller Alt-68er und sie eine karrierebewusste junge Frau, die sich in einer männergeprägten Geschäftswelt einen Namen machen will. Als der Vater seiner Tochter einen spontanen Besuch abstattet, prallen ihre Welten aufeinander, es kommt zum Eklat. Doch anstatt wieder abzureisen, mischt der Vater sich in das Leben seiner Tochter ein, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Die daraus resultierenden Auseinandersetzungen haben eine reparierende Wirkung auf ihre Beziehung. 

 

Die Konkurrenz

Mit dieser Geschichte wird Maren Ade sich gegen eine ganze Reihe an Starregisseuren behaupten müssen. Mit "Paterson" von Jim Jarmusch ist wieder einer der bedeutendsten Vertreter des amerikanischen Independentfilms dabei. Der Brite Ken Loach wird "I, Daniel Blake" präsentieren, ein Sozialdrama um einen 59-jährigen Handwerker.
Mit "The Last Face" ist Sean Penn diesmal in die Rolle des Regisseurs geschlüpft. Der Film des 55-jährigen US-Schauspielers und Drehbuchautors handelt von einer afrikanischen Entwicklungshelferin, die sich in einen Arzt verliebt. In dem Drama spielt neben Javier Bardem auch Penns Ex-Partnerin Charlize Theron mit. Spaniens Meisterregisseur Pedro Almodóvar wird "Julieta" zeigen, ein Drama über eine Frau, die zwischen Wahnsinn und Erinnerung schwankt.

 

Glamouröse Besetzung für den Film des Jungstars Xavier Dolan

Der Frankokanadier Xavier Dolan kehrt mit "Juste la fin du monde" auf die Croisette zurück. Der Film erzählt die Geschichte eines Schriftstellers, der in sein Heimatdorf zurückkehrt, um seiner Familie zu sagen, dass er sterben wird. Für das Familiendrama konnte der 27-Jährige, der im vergangenen Jahr in der Cannes-Jury saß, Stars wie Marion Cotillard, Vincent Cassel und Léa Seydoux gewinnen.

Xavier Dolan war bereits 2009 in der Kategorie Une quinzaine de réalisateur mit seinem Film "Ich habe meine Mutter getötet" und 2010 sowie 2012 in der Kategorie Un certain regard mit den Filmen "Herzensbrecher" und "Laurence Anyways" vertreten.

 

 

Die Liste der ausgewählten Filme des 69. Festivals von Cannes

- "Toni Erdmann" der 39-jährigen deutschen Regisseurin Maren Ade
- "Julieta" des spanischen Filmemachers Pedro Almodóvar
- "American Honey" der britischen Regisseurin Andrea Arnold
- "La fille inconnue" der bereits mit zwei Goldenen Palmen ausgezeichneten belgischen Regie-Brüder Jean-Pierre et Luc Dardenne
- "Personal Shopper" des französischen Filmemachers Olivier Assayas
- "Juste la fin du monde" des 27-jährigen kanadischen Starregisseurs Xavier Dolan
- "Paterson" von US-Kultregisseur Jim Jarmusch
- "Rester vertical" des französischen Filmemachers Alain Guiraudie
- "Aquarius" des Brasilianers Kleber Mendonça Filho
- "Mal de pierres" der französischen Regisseurin Nicole Garcia
- "I, Daniel Blake" des Briten Ken Loach
- "Ma' Rosa" des philippinischen Regisseurs Brillante Mendoza
- "Bacalaureat" des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu
- "Loving" von US-Regisseur Jeff Nichols
- "Agassi" des Südkoreaners Park Chan-Wook
- "The Last Face" von Hollywood-Schauspieler und Regisseur Sean Penn
- "Sieranevada" des rumänischen Regisseurs Cristi Puiu
- "Elle" des niederländischen "Basic Instinct"-Regisseurs Paul Verhoeven
- "The Neon Demon" des Dänen Nicolas Winding Refn
- "Ma loute" des Franzosen Bruno Dumont
 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016