Brasilien: Vom Demonstrant zum Politiker

Länder: Brasilien

Tags: Demonstrationen, Politik

Vor anderthalb Jahren, im Frühling 2013, war Brasilien schlagartig zum Schauplatz heftiger Sozialproteste geworden. Den Höhepunkt bildeten damals die Massen-Demonstrationen in São Paulo. Mehr als eine Million Menschen waren auf die Straße gegangen. Sie forderten - unter anderem - mehr Geld für Bildung und eine bessere Gesundheits-Versorgung. Unser Reporter Frédéric Méon hat in São Paulo eine Studentin getroffen. Sie war damals dabei und ist noch immer politisch aktiv.

Brasilien: Was von den Protesten übrig blieb
Wenn es Wochenende wird in Brasilien, sind die Straßen voller Samba

In Sao Paolo, der Wirtschaftsmetropole des Landes, haben wir im Stadtviertel Santa Cecilia einen "Sambareigen" erlebt. Wir waren mit einer Politikerin aus Sao Paolo unterwegs, die für das Staatsparlament kandidiert. Die vielen Menschen auf der Straße boten ihr eine günstige Gelegenheit, ihre Flugblätter im Viertel zu verteilen. Denn Samba vereint: Eine Gruppe Musiker fängt auf einem Platz an zu spielen, auf den Wunsch der umliegenden Bars und Restaurants. Die Gäste klopfen mit Händen oder Füßen den Rhythmus mit und schlürfen dazu ihr Bierchen oder ihre Cachaça, das Nationalgetränk, eine Art Rum. Atmosphäre garantiert.

 

Les Brésiliens aiment la Samba!
3 Fragen an Sonia Fleury

Sie ist Politologin und Professorin bei der Fundação Getúlio Vargas de Rio de Janeiro und wir haben ihr 3 Fragen zu den beispiellosen Demonstrationen in Brasilien vom Frühjahr 2013 bis zur Weltmeisterschaft 2014 gestellt.