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Brasilien: Befriedungspolizei in der Kritik

Länder: Brasilien

Tags: Drogendealer, Befriedungspolizei, favelas

2008, als Brasilien den Zuschlag für die Fußball-Weltmeisterschaft bekam, hat Rio de Janeiro angefangen, die Favelas zu befrieden. In den Armenvierteln der Stadt, leben mehr als eine Millionen Menschen – jeder sechste Einwohner der Metropole. Das Prinzip der neuen Politik: Die Polizei soll dauerhaft in den Vierteln für Ordnung sorgen, die sich bisher jeder Kontrolle entzogen und wo die Drogenhändler ungehindert dealen konnten. Aber die Einheiten der sogenannten Befriedungspolizei, die aus der Militärpolizei rekrutiert wurden, stoßen immer noch auf heftige Kritik in der Bevölkerung, vorallem wegen ihrem gewalttätigem Vorgehen. Aus Rio de Janeiro, eine Reportage von Frédéric Méon und Alex Rossignol.

Brésil : la police des favelas

Interview

Drei Fragen zur Befriedungspolizei (UPP: Unidade de Polícia Pacificadora) an Michel Misse, Soziologe an der Bundesuniversität Rio de Janeiro (UFRJ) und Spezialist für Sicherheitspolitik.

 

ARTE Journal: Funktioniert die sogenannte Befriedungspolitik in den Favelas durch die Einheiten der Befriedungspolizei UPP?

Michel Misse 1/3

 

Ist die Kriminalität seit der Einrichtung der UPP in den Favelas zurückgegangen?

Michel Misse 2/3

 

Viele Menschen in den Favelas fürchten auch, dass die UPP nur wegen der Fußball-WM und der Olympischen Spiele 2016 existiert und danach ohnehin wieder verschwinden wird. Ist diese Befürchtung gerechtfertigt?

Michel Misse 3/3

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016