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Boxlegende Muhammad Ali ist tot

Länder: Algerien

Tags: verstorben, Boxen, Muhammad Ali

Er wurde zum Boxer, weil ihm jemand sein Fahrrad gestohlen hatte... Muhammad Ali - dreifacher Schwergewichts-Weltmeister, machte auch ausserhalb des Rings von sich Reden: als Bürgerrechtler, Provokateur, Kriegsdienstverweigerer in Vietnam.  Nach einem über 30-jährigen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit, ist Muhammad Ali alias Cassius Clay, nun im Alter von 74 Jahren gestorben. 

 

 

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"Muhammad Ali the greatest", le documentaire de William Klein

Der Boxsport war in den 60er Jahren für viele Afroamerikaner ein Mittel, um sich aus Armut und Unterdrückung zu befreien. 1960 gewinnt Ali, noch als Cassius Clay, die Goldmedaille bei Olympia. Ein erster Etappensieg auf einem steinigen Weg. 1964 - während Martin Luther King um die Bürgerrechte für Schwarze kämpft, wird er Weltmeister - mit einem KO gegen Sonny Liston. Cassius ist ein Rebell, er bewundert Malcolm X, den Anführer der Black Muslims. Deshalb konvertiert er zum Islam, nennt sich fortan Muhammad Ali.

 

 

Es ist ein Skandal: 1966 verweigert Muhammed Ali den Kriegsdienst in Vietnam und entgeht nur knapp dem Gefängnis. Seine Titel werden ihm aberkannt, dreieinhalb Jahre darf er nicht boxen. 1974 gelingt ihm in Kinshasa dann das sensationelle Comeback. Im legendären "Rumble in the Jungle" schlägt er den haushofen Favoriten George Forman und holt sich den Weltmeistertitel zurück.

 

 

Nach einer unrühmlichen Niederlage 1981 beendet er seine Karriere. Erste Anzeichen seines Parkinson-Syndroms machen sich bemerkbar. Heroisch kämpft er gegen die Krankheit an. 32 Jahre später hat sie nun den Sieg über den dreifachen Weltmeister davon getragen. 1987 hatte Ali erklärt: "Gott hat mir Parkinson geschickt, um mir zu zeigen, dass ich ein Mensch wie jeder andere bin, dass ich wie alle Schwächen habe. Das ist alles was ich bin: ein Mensch." Eine Legende, die auch Hollywood inspirierte.

 

Zuletzt geändert am 4. Juni 2016