Best of 2014: Auf der Suche nach dem besseren Leben

Länder: Frankreich

Tags: stress, Konsum

In was für einer Welt wollen wir eigentlich leben? Diese Frage beschäftigt zahllose junge Europäer in Zeiten von Bankenpleiten, Flüchtlingskatastrophen und Turbokapitalismus. Wie können wir ethisch und moralisch korrekt leben, dabei nicht völlig auf Luxus verzichten und obendrein noch was fürs Klima tun?

 

Samstag, 13. Dezember

14:00

Yourope

Best of 2014 - Auf der Suche nach dem besseren Leben

2014 hat Yourope überall auf dem Kontinent Idealisten, Aktivisten und Visionäre getroffen, die sich mit dem Ist-Zustand nicht länger zufrieden geben wollen. Sie machen sich Gedanken über Europas Fleischkonsum, über Recycling-Mode, Entschleunigung und Menschenrechte.
Yourope mit einem Jahresrückblick auf Menschen, Projekte und Ideen, die Europa ein bisschen besser machen.

 

Der Trailer :
Best of Yourope: Der Trailer

Überblick:

 

Frankreich: Frittierter Skorpion, geröstete Heuschrecken, gekochte Wasserwanzen – zwei Milliarden Menschen weltweit essen Insekten. Ein junges französisches Start-up will auch den Europäern Gaumenfreuden auf Insektenbasis schmackhaft machen.

 

England: London ist die europäische Hauptstadt der Geschwindigkeit. Jeder fünfte leidet hier unter Stress und Zukunftssorgen - höchste Zeit also, mal auf die Bremse zu treten. Unsere Außenreporterin Janina ist in die hektische Großstadt gereist und hat sich ein bisschen Zeit gekauft.

 

In Finnland stemmen sich immer mehr Modedesigner gegen die Wegwerf-Mentalität der Fast Fashion-Industrie. Für ihre Kollektionen recyceln sie Flohmarkt-Trash, abgetragene Arbeitskleidung oder Stoffreste aus der Industrieproduktion. Mit dem "Upcycling" wollen sie die Modewelt revolutionieren.

 

Deutschland : Auch im Bildungssektor schreit es nach Revolution: früh aufstehen, die Unibank drücken, kaum Auswahl bei den Veranstaltungen. Das könnte alles bald der Vergangenheit angehören. Die Online-Universität "Iversity" bietet mehr Flexibilität und kennt keinen NC. Sieht so das Studium der Zukunft aus ?

 

Von Mehlwürmern und Menschen

 

 

vers

 

In Asien tut man es, in Australien tut man es, und in Mittel- und Südamerika tut man es sowieso. Warum also nicht auch in Europa? Entomophagie, das nennt der normale Europäer "Insekten essen" – und rümpft die Nase.

Aber warum eigentlich? Das hat sich auch ein junges Start-Up in Toulouse gefragt und sich das Geschäft mit dem Krabbeltier gleich zum Metier gemacht.

 

cedric

Seit 2011 verkaufen Cédric und Jérémy schon Kekse, Pralinen und sogar bunte Macarons aus Insektenmehl.

Alles nur ein grotesker Vermarktungsgag? Bestimmt nicht. Wer anderen die knusprigen Hüpfer madig machen will, sollte nochmal nachlesen: Heuschrecke und Co. enthalten nämlich viele tierische Eiweiße und Vitamine. Damit bilden sie eine gute Alternative zu den Fleischmassen, die wir jährlich in uns reinstopfen, und schmecken obendrein noch – erfrischend anders.

Insekten als Essen der Zukunft? Yourope nimmt eine Kostprobe.

 

Die Reportage aus Toulouse 
Yourope ZDF 22 insekten

 

Slow London

 

 

london

 

London ist die europäische Hauptstadt der Geschwindigkeit. Gut für das Portemonnaie der Einwohner, schlecht für ihr Gehirn. Denn je mehr Mails, Termine und Informationen die Stadtbewohner in sich hineinstopfen, desto weniger bekommen sie von ihrer Umwelt mit.

Zum Glück gibt es immer mehr Londoner, die ihre Stadt vor der endgültigen Oberflächlichkeit bewahren wollen. Zum Beispiel Rosie, die mit ihrer Stadtführung "London in Zeitlupe" auch mal an stillen Orten stehen bleibt und einfach mal inne hält.

Innehalten sollen auch die Gäste des Cafés "Ziferblat": An einem Uhren-Schrank können sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – etwas Zeit nehmen und es sich damit gemütlich machen. 

Ob Zeit wirklich Geld kostet und wer in London für Ruhe sorgt – unsere Außenreporterin Janina hat nachgeforscht.

 

Die Reportage aus London
Yourope ZDF 22 slow london

Finnland: Upcycling – Wie aus Omas alter Tischdecke Mode wird

 

Kaufrausch – ein Wort, das oft mit der Jagd auf neue, möglichst günstige Klamotten in Verbindung gebracht wird. Wenn es um das Aufpeppen der eigenen Erscheinung geht, darf es bei vielen etwas mehr sein – und das gilt besonders für die Kleidungsstücke. Wer will heutzutage schon zwei Mal im gleichen Pullover gesehen werden?

Das Phänomen nennt sich Fast Fashion: Große Modeketten locken mit niedrigen Preisen und einer ständig wechselnden Auswahl. Dass dafür meistens kleine Kinder unter schrecklichen Bedingungen arbeiten müssen, wissen inzwischen Alle – und ignorieren es einfach.

 

recycling

 

In Skandinavien wollen junge Modedesigner das Problem am Schopf packen: durch Upcycling. Dabei werden alte Kleidungsstücke zu Trash Couture - und so manches altbackene Blüschen zum modischen Renner.

Trash Couture gegen Wegwerf-Kultur? Ob das was werden kann, hat Yourope in Finnland herausgefunden.

Yourope ZDF 22 Upcycling

 

Iversity: Die total globale Universität

 

Wie wäre eine Universität, in der jeder studieren kann, was er will, so lange er will, und das ganz egal wo er lebt? Das ist die Vision von Hannes Klöpper. Der Jungunternehmer ist überzeugt: Die Zukunft der Universitäten liegt im Internet. Vor einem Jahr hat der 30-Jährige die Online-Uni "Iversity" gegründet. Eine Plattform, auf der Dozenten aus aller Welt eigens produzierte Lehrvideos einstellen. Ob Mathe für Anfänger, ein Grundkurs in Anatomie oder Design mal anders – das Angebot ist vielfältig. Und das Gute daran: Zugangsbeschränkungen gibt es keine.

 

uni_online

Kein Wunder, dass der Erfolg riesig ist. Über 550.000 Menschen aus aller Welt haben die Online-Kurse bereits besucht. Das Bildungsmodell der Zukunft? Yourope hat die Universität 2.0 einmal genauer unter die Lupe genommen.

 

Yourope ZDF 22 iversity

 

Wir sehen uns wieder am 10. Januar 2015. Frohe Festtage !