Bangladesch: Im Bordell von Daulatdia

ARTE Reportage - Samstag, 9. Dezember 2017 - 16:40

Länder: Bangladesch

Tags: prostitution

1500 Frauen bieten den Freiern ihre Körper gegen Geld, im Bordell von Daulatdia, einer Stadt gut 100 Kilometer entfernt von der Hauptstad Dhaka.

Daulatdia : la ville des prostituées
Bangladesch: Im Bordell von Daulatdia Im Bordell von Daulatdia bieten 1.500 Frauen den Freiern ihre Körper gegen Geld. Bangladesch: Im Bordell von Daulatdia

Und in Frankreich? In Deutschland?

Bangladesch ist eines der wenigen muslimischen Länder, das die Prostitution duldet. In der Bordell-Vorstadt von Daulatdia arbeiten viele Frauen, die gar nichts anderes kennen – viele wurden hier als Töchter von Prostituierten geboren oder von Menschenhändlern verschleppt, um die Schulden ihrer Familie mit ihrem Körper abzuzahlen.

Zwischen 10 und 13 Jahre alt sind die Jüngsten. Jeden Tag strömen bis zu 3500 Freier in das Bordell, darunter viele Lastwagenfahrer, denn Daulatdia liegt an einer Schnellstraße auf dem Weg von Dhaka in Richtung Indien. Statistiken über Aids und Geschlechtskrankheiten führt hier niemand, auch nicht über die Lebenserwartung der Frauen: Viele nehmen Oradexon, ein Medikament aus der Viehhaltung zum Fleischansatz, damit die Freier sie attraktiv finden. Es wird hier unter der Hand verkauft und es schädigt den Körper irreversibel, aber das wissen die Frauen alle…
 

Von Dominique Mesmin, Vincent Reynaud und Olivier Marzin - ARTE GEIE / Causette Prod – Frankreich 2017

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2017